Aktuelle Nachrichten – Geschichte
29.03.2012
Foto: NASA file/AP Photo
Los Angeles – Seit vier Jahrzehnten ruhen die Triebwerke der Apollo-11-Mission, mit denen die ersten Menschen auf dem Mond ins All geschossen wurden, tief unter der Oberfläche des Atlantiks. Nun hat der Amazon-Chef und Raumfahrtfan Jeff Bezos angekündigt, er wolle die Raketen-Triebwerke bergen lassen. Der Milliardär und Abenteurer erklärte am Mittwoch in einer Blognachricht, er habe die Teile der Saturn-V-Rakete in etwa 4.200 Metern Tiefe auf dem Meeresgrund orten lassen und wolle nun mindestens eines der fünf F-1-Triebwerke an die Oberfläche holen.
"Wir wissen noch nicht, in welcher Verfassung die Triebwerke sind", schrieb der Amazon-Chef Bezos. "Sie schlugen mit hoher Geschwindigkeit in den Ozean und waren seit 40 Jahren im Salzwasser. Andererseits sind sie aus robustem Material gefertigt. Wir werden sehen."
Die Triebwerke waren nur Minuten nach dem Start der Mondmission mit Neil Armstrong 1969 planmäßig abgestoßen worden und im Atlantik versunken. Vier Tage später betraten Neil Armstrong und Buzz Aldrin als erste Menschen den Mond. Die Triebwerke gehören der US-Raumfahrtbehörde NASA. Amazon-Chef Bezos äußerte aber die Hoffnung, dass die Triebwerke Museen zur Verfügung gestellt werden könnten. Die Bergung solle mit privaten Mitteln finanziert werden.
Bereits 2009 hievte ein Privatunternehmen eine Raumkapsel aus dem Atlantik, die Teil der ersten bemannten Raumflüge der NASA 1961 war. Die Kapsel wurde restauriert und ist in Kansas ausgestellt. "Es hat immer großes Interesse an Artefakten aus den frühen Jahren der Raumfahrt gegeben und seine Ankündigung lässt den Enthusiasmus derjenigen, die an der Geschichte der NASA interessiert sind, weiter wachsen", sagte der Sprecher der NASA, Bob Jacobs. Bisher steht kein Zeitplan für die Bergung der Triebwerke fest.
(dapd)
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