Aktuelle Nachrichten – Lebensmittel
21.01.2009
Berlin – Die Staatsanwaltschaft Paderborn ermittelt laut einem Zeitungsbericht gegen einen der größten Bio-Geflügelhöfe Deutschlands. Der Hof in Nordrhein-Westfalen habe Geflügel mit Bio-Etikett verkauft, obwohl die Tiere mit konventionellem Futter gemästet worden seien, berichtete die Berliner „Tageszeitung“ (Donnerstagausgabe). Der Hof sei von der zuständigen Behörde, dem Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz, bereits gesperrt worden. Staatsanwaltschaft und Landesamt waren am späten Nachmittag zunächst nicht für eine Stellungnahme zu erreichen.
Der Hof habe „Biowaren auf den Markt gebracht, die keine sind“, zitierte die Zeitung Landesamts-Sprecherin Babette Winter. Ihre Kollegen hätten dem vermeintlich ökologisch wirtschaftenden Betrieb einen nicht zulässigen Einsatz von konventionellen Futtermitteln nachgewiesen. Es sei der mit Abstand größte „Bioschwindel“, den es in Nordrhein-Westfalen bisher gegeben habe. (AP)
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