Aktuelle Nachrichten – International
15.06.2008
Washington – Ein internationaler Schmugglerring könnte einem Bericht der „Washington Post“ zufolge detaillierte Pläne zum Bau von Atomsprengköpfen an Staaten wie den Iran oder Nordkorea verkauft haben. Dies gehe aus einem Bericht des früheren Chefs der UN-Waffeninspektoren, David Albright, hervor, der im Laufe der Woche veröffentlicht werden sollte, berichtete die Zeitung am Sonntag. „Diese detaillierten Atomwaffenpläne könnten vor langer Zeit an einige der heimtückischsten Regime in der Welt verkauft worden sein“, heißt es in Albrights Bericht.
Unter anderem hätten die Schmuggler auch Pläne besessen, fortschrittliche Atomsprengköpfe zu entwickeln, die von ballistischen Raketen transportiert werden könnten, über die beispielsweise der Iran und andere Entwicklungsländer verfügten. Der inzwischen ausgehobene Schmugglerring wurde von dem pakistanischen Nuklearforscher Abdul Qadeer Khan geleitet, der – wie bereits bekannt war – Teile zum Bombenbau an Libyen, Nordkorea und den Iran verkauft hatte.
Die 2006 auf dem Computer eines Schweizer Geschäftsmanns sichergestellten Baupläne stellten jedoch offenbar einen Technologietransfer auf sehr hohem Niveau dar. Die Blaupausen wurden von den Schweizer Behörden in Zusammenarbeit mit der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) vernichtet. (AP)
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