Aktuelle Nachrichten – China - Gesellschaft
13.06.2007
Schanghai – Verzweifelte Eltern aus der ostchinesischen Provinz Henan haben offenbar 40 Kinder befreit, die in Ziegeleien als Arbeitssklaven gehalten wurden. In einer Internet-Petition an die Regierung heißt es, bis zu 1.000 verschleppte Kinder würden in den Bergen der Nachbarprovinz Shanxi festgehalten. Die teilweise erst acht Jahre alten Kinder müssten dort unter Schlägen und hungernd täglich 14 Stunden arbeiten, hieß es. Die Onlineausgabe der kommunistischen Parteizeitung „People's Daily“ und andere Webseiten berichteten am Mittwoch über die Vorwürfe.
Mehrere hundert Väter verschwundener Jungen aus Henan taten sich demnach zusammen, um nach ihnen zu suchen. Der Petition zufolge wurden die Kinder von Bushaltestellen und Bahnhöfen entführt und für 500 Yuan (49 Euro) an Ziegeleien verkauft. Statt Ermittlungen aufzunehmen, habe die Polizei jedoch auf die Zuständigkeit der jeweils anderen Provinz verwiesen. „Die Sicherheit unserer Kinder ist alles für uns, aber wer wird uns helfen“, heißt es in der Petition. „Wenn die Provinzregierungen auf beiden Seiten die Verantwortung ablehnen, an wen können wir uns wenden?“ (AP)
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