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Berliner Hauptbahnhof nach neuerlicher Sperrung wieder offen

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22.01.2007

Berlin – Der Bahnverkehr in Berlin ist am Montagmorgen wieder normal angelaufen, nachdem eine neuerliche Schließung wegen Sturmgefahr am Sonntag für ein Chaos im Schienenverkehr gesorgt hatte. Betroffen von der Sperrung vom frühen Nachmittag bis 20.00 Uhr waren sowohl S-Bahn- als auch der Regional- und Fernverkehr. In Berlin wurden wegen der unsicheren Fahrpläne unterdessen Forderungen laut, im Bahnhof Zoo wieder Fernzüge halten zu lassen.

In der Orkannacht von Donnerstag auf Freitag war der neue Bau komplett geschlossen worden, nachdem ein Stahlträger aus der Fassade gebrochen und abgestürzt war. Der Deutsche Wetterdienst hatte am Sonntag für den Raum Berlin eine Unwetterwarnung mit Gefahr orkanartiger Böen bis Windstärke elf herausgegeben. Die Bahn erklärte, solange die übrigen Stahlträger gesichert würden, habe man sich entschlossen, den Bahnhofsbetrieb bei Sturm vorsorglich einzuschränken. Angesichts des Wetters habe man kein Risiko eingehen wollen.

Die Grünen-Fraktionsvorsitzende im Abgeordnetenhaus, Franziska-Eichstädt-Bohlig, plädierte im Inforadio des RBB für einen Halt der Fernzüge im Bahnhof Zoo. Er war bei der Eröffnung des Hauptbahnhofs zur Regionalstation heruntergestuft worden, was besonders in der Gegend um den Kurfürstendamm heftige Proteste hervorgerufen hatte. Zumindest solange die Gefahr bestehe, „dass bei der nächsten Sturmwarnung wieder Stopp gesagt wird“, sollte man die Fernzüge wieder am Zoo halten lassen, um einen verlässlichen Fernverkehr zu garantieren, verlangte sie.

Die Grünen-Politikerin plädierte aber auch dafür, die Schuld für die Gefahrensituation nicht der Bahn AG zu geben. Ob sie bei dem Architekten, der Bauaufsicht oder den Prüfingenieuren liege, müsse geklärt werden. Die Bahn habe jedenfalls Recht, wenn sie den Bahnhof bei Sturmgefahr sperre. „Sicherheit geht vor“, sagte Eichstädt-Bohlig.

(AP)

 

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