Foto: dapd/Michael Kappeler
Berlin – Das drohende Aus der "Frankfurter Rundschau" hat nun auch Auswirkungen auf die Mitarbeiter des Berliner Verlags. Ihnen sei ein Abfindungsangebot unterbreitet worden, berichteten am Dienstag die Branchenmagazine "Werben und Verkaufen" und "kress" in den Online-Ausgaben übereinstimmend. In Berlin werden die "Berliner Zeitung" und der überregionale Teil der "FR" gemeinsam produziert.
Mitarbeiter, die spätestens zum 3. Dezember freiwillig kündigen, sollen einen Grundbetrag von 10.000 Euro sowie pro Jahr der Betriebszugehörigkeit 150 Prozent eines Bruttomonatsgehalts erhalten, wie die Betriebsratsvorsitzende Renate Gensch der dapd auf Nachfrage bestätigte.
Auch eine "individuelle Erhöhung der Deckelung", die laut Sozialtarifplan bei 120.000 Euro liege, sei verhandelbar. Der Verlag sei zu "erheblichen Restrukturierungsmaßnahmen gezwungen", hieß es in dem Schreiben weiter. Bei den Mitarbeitern sei die "Stimmung auf dem Nullpunkt und die Verunsicherung groß", sagte Gensch. Ein Unternehmenssprecher war für eine Stellungnahme zunächst nicht erreichbar.
Vergangene Woche hatte das Verlagshaus Frankfurt am Main einen Insolvenzantrag für die "FR" eingereicht. Die Hauptgesellschafter, die Mediengruppe DuMont Schauberg, die auch hinter dem Berliner Verlag steht, sowie die SPD-Medienholding ddvg, sahen wegen massiver Umsatzverluste keine Perspektive mehr für eine Fortführung der Zeitung.
dapd
Hier können Sie sich im Newsletter eintragen.
Schlagworte
(07.12.2012)
"Handelsblatt"-Chefredakteur: "FTD" brachte neue Klangfarbe
(07.12.2012)
Mehr als 80 Stellen beim Berliner Verlag bedroht
(29.11.2012)
Berliner Verlag streicht bis zu 86 Stellen
(29.11.2012)
Betriebsrat des Berliner Verlags warnt vor Personalabbau
(21.11.2012)
Berliner Verlag bietet Mitarbeitern Abfindungen an
(20.11.2012)
"Handelsblatt" überarbeitet Heftstruktur
(05.11.2012)