Frankfurt/Main – Bei jeder dritten Frau hinterlässt eine Schwangerschaft Besenreiser und Krampfadern an den Beinen. Denn die wachsende Gebärmutter behindert den Durchfluss des Venenblutes in der Leiste, wie der Arzt Wolfgang Niederdorfer vom Münchner Haut- und Laserzentrum an der Oper im Apothekenmagazin „Baby und Familie“ erklärt. Die Gesamtblutmenge sei erhöht, und das Hormon Progesteron mache Bindegewebe und Venenwände lockerer. In den Beinvenen staue sich das Blut.
„Kritisch wird es meist erst in der zweiten Schwangerschaftshälfte“, sagt Niederdorfer. Er rät den Frauen, viel zu liegen und zu laufen und dafür wenig zu stehen und zu sitzen. Junge Mütter sollten die Stillzeit abwarten, wenn sie planten, entstandene Krampfadern oder Besenreiser, also haarfeine, rotviolett verfärbte Gefäße in der Haut, entfernen zu lassen. Nach dem Abstillen könne ohnehin eine Besserung auftreten. Auch wenn weitere Kinder geplant seien, sollte mit dem Eingriff gewartet werden. (AP)
Hier können Sie sich im Newsletter eintragen.
Schlagworte
(29.01.2008)
Bewegung beugt Krampfadern vor
(28.09.2007)
Immer mehr Kinder haben Krampfadern
(09.04.2007)