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Studie Betreuungsgeld würde Erwerbstätigkeit kaum beeinflussen

DAPD

09.12.2009

Berlin – Die Einführung eines Betreuungsgeldes würde die Erwerbstätigkeit der Mütter einer Studie zufolge kaum beeinflussen. Ein Großteil der auf 1,4 Milliarden Euro veranschlagten Ausgaben für die geplante Familienleistung entfiele auf „reine Mitnahmeeffekte“, wie nach „Welt“-Informationen aus einer noch unveröffentlichten Studie des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) im Auftrag des Bundesfamilienministeriums hervorgeht.

„Nur sehr wenige Mütter mit kleinen Kindern werden wegen 150 Euro im Monat ihr Verhalten ändern. Es bleiben diejenigen zu Hause, die ohnehin nicht arbeiten würden“, sagte ZEW-Experte Holger Bonin dem Blatt zufolge. Dies gelte der Studie zufolge besonders für Familien mit Migrationshintergrund.

Sollte das in der Koalition umstrittene Betreuungsgeld wie angekündigt 2013 eingeführt werden, würde nach der Prognose des ZEW die Hälfte der teilzeitbeschäftigten Mütter ihren Job aufgeben, um sich selbst um ihre ein- und zweijährigen Kinder zu kümmern. „Für sie lohnt es sich, das Betreuungsgeld in Anspruch zu nehmen und die Betreuungskosten zu sparen. Allerdings ist die Gruppe der Teilzeit arbeitenden Mütter mit einem ein- oder zweijährigen Kind nicht sehr groß“, wurde Bonin weiter zitiert.

Auf Vollzeit berufstätige Frauen hätte die neue Geldleistung dagegen keinerlei Auswirkung. Vor allem gut qualifizierte Frauen, die heute vielfach nur deshalb nicht arbeiteten, weil sie keinen bezahlbaren Betreuungsplatz für ihr Kleinkind hätten, würden früher wieder in den Arbeitsmarkt zurückkehren, wenn genügend Krippenplätze vorhanden seien, sagte ZEW-Arbeitsmarktexperte Bonin. „Dieser sehr starke positive Arbeitsmarkteffekt würde auch durch die Einführung eines Betreuungsgeldes nicht verringert“, betonte er laut „Welt“ (AP)

 

 

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