Umwelt – Biomarkt verzeichnet kräftiges Wachstum – DAPD
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Biomarkt verzeichnet kräftiges Wachstum

DAPD

28.10.2007

Basel – Der Bio-Lebensmittelmarkt verzeichnet in der Schweiz ein kräftiges Wachstum. Im ersten Halbjahr dieses Jahres stieg der Biomarkt nach Angaben von Bio Suisse vom Sonntag um 4,7 Prozent und damit mehr als doppelt so kräftig wie der konventionelle Markt. Bei Bio-Eiern und Bio-Getreide gebe es Lieferengpässe.

Bio Suisse führt das überdurchschnittliche Wachstum darauf zurück, dass Konsumenten wieder vermehrt auf Qualität setzen. Die Sorge um den Klimawandel sensibilisiere die Bevölkerung vermehrt für Umweltthemen. Und zudem trage die gute Konjunktur dazu bei, dass sich Konsumenten Bio-Produkte gönnten.

Die Zahlen wurden vom Marktforschungsinstitut IHA-gfk erhoben und umfassen die Verkaufszahlen aller Grossverteiler, wie es weiter heisst. Demnach wuchs der Bio-Lebensmittelmarkt zwischen Januar und August dieses Jahres um 4,7 Prozent. Der konventionelle Markt legte demgegenüber um 2,1 Prozent zu. Noch deutlicher sei die Differenz bei den Frischprodukten: Milchprodukte, Käse, Eier, Charcuterie, Fisch, Früchte und Gemüse verzeichneten ein durchschnittliches Wachstum von sechs Prozent, während im konventionellen Bereich der Durchschnitt bei 1,7 Prozent liege.

Die steigende Nachfrage nach Bio-Produkten führte vereinzelt zu Lieferengpässen. So sind laut Bio-Suisse Bio-Eier Mangelware. Diesem Umstand werde bei der Mengenplanung für das kommende Jahr Rechnung getragen. Nach wie vor gebe es aber auch zu wenig einheimisches Bio-Getreide. Und auch von Früchten, Gemüse, Beeren, Kräutern, Raps(öl) und Kartoffeln liesse sich problemlos mehr verkaufen, zeigte sich die Vereinigung Schweizer Biolandbau-Organisationen überzeugt.

Markus Arbenz, Geschäftsführer von Bio Suisse, schätzt, dass der Markt einige hundert Biobetriebe mehr gut verkraften würde. Auf eine grosse Werbekampagne unter den Landwirten will die Organisation aber vorerst verzichten. Eine Umstellung sei ein grosser Schritt und müsse gut überlegt werden, wird Arbenz in der Mitteilung zitiert. Heute arbeiten rund 6.000 Betriebe nach den Richtlinien von Bio Suisse. Das sind 10,5 Prozent aller Landwirtschaftsbetriebe. (AP)

 

 

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