Panorama - Aktuelle Nachrichten – Bis zu 120 Sternschnuppen pro Stunde – Daniel Rademacher
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Aktuelle Nachrichten – Panorama

„Geminiden“ für Spektakel verantwortlich Bis zu 120 Sternschnuppen pro Stunde

Daniel Rademacher

13.12.2009

Frankfurt/Main – Sternschnuppen über Deutschland: In den kommenden Tagen kommen Himmelsbeobachter so richtig auf ihre Kosten. In der Nacht zum morgigen Montag und in den folgenden sind am Himmel bis zu 120 Sternschnuppen pro Stunde zu erwarten, wie Jost Jahn von der Vereinigung der Sternfreunde (VdS) der Nachrichtenagentur AP am Sonntag sagte. Verantwortlich für das Schauspiel, das jedes Jahr kurz vor dem Wintereinbruch stattfindet, ist der Meteorstrom der Geminiden.

Dabei entstehen Sternschnuppen durch nichts anderes als durch Staubreste eines Kometen, die in die Erdatmosphäre eindringen – mit einer riesigen Geschwindigkeit von etwa 35 Kilometern in der Sekunde, wie der VdS auf seiner Homepage erläutert. Die Erde durchquert in der Zeit der Geminiden eine solche Wolke mit Staubresten. Diese stammen von einem erloschenen Asteroiden namens Phaethon.

Das charakteristische Leuchten der Sternschnuppen entsteht dadurch, dass die rasenden Staubteilchen die sie umgebende Luft ionisieren, woraufhin diese dann zu leuchten beginnt. „Wir sehen also nicht das Staubteilchen, sondern nur die erhitzte Luft“, erläutern die Fachleute.

Wichtigste Bedingung ist ein wolkenloser Himmel

Anders als bei den im Sommer vorbeiziehenden Perseiden, die erst nach Mitternacht zu sehen sind, kann man bei den Geminiden die ganze Nacht über Sternschnuppen am Himmel beobachten. Jost Jahn empfiehlt Hobby-Beobachtern, sich eine möglichst dunkle Umgebung zu suchen. In der Nähe einer Laterne oder anderer Lichtquellen werde es schwierig, die Sternschnuppen einwandfrei zu beobachten. Wer zum Fotoapparat greifen möchte, braucht nach Jahns Worten ein glückliches Händchen: „Wenn die Sternschnuppe aufleuchtet, ist es meist schon zu spät.“

Wichtigste Bedingung ist aber ein wolkenloser Himmel. In der Nacht zum Montag ist es nach Vorhersage des Deutschen Wetterdienstes „abgesehen vom Ostseeumfeld meist trocken. In der Mitte bis in den Süden ist es zum Teil nur noch leicht bewölkt oder klar.“ Von Montag auf Dienstag sind die Meteorologen mit Blick auf die Osthälfte dann pessimistischer: „In der Nacht zum Dienstag ist es in der West- und Südhälfte zum Teil nur leicht bewölkt oder klar. Im Osten und Nordosten halten sich dichtere Wolken mit einzelnen Schneeflocken.“

Warm anziehen – es wird bitterkalt

Mit Blick auf die Wettervorhersage sollte man auch Jost Jahns Rat folgen, sich vor der Sternenbeobachtung warm anzuziehen. Der DWD sagt für die kommenden Tage deutschlandweit Temperaturen unter dem Gefrierpunkt voraus.

So schön und aufregend das Phänomen auch ist – eingefleischte Astronomen hauen solche Sternschnuppen-Nächte nach Jahns Einschätzung nicht mehr vom Hocker. Ihr Interesse gelte vor allem den tiefen des Universums, während Sternschnuppen doch „nur“ auf die Atmosphäre begrenzt seien, betont der Fachmann.

Die Vereinigung der Sternfreunde ist mit über 4.000 Mitgliedern nach eigenen Angaben der größte überregionale Verein von Amateur-Astronomen im deutschsprachigen Raum.

http://www.vds-astro.de (AP)

 

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