Aktuelle Nachrichten – International
03.12.2006
Daraga/Philippinen – In haushohen Schlammlawinen nach dem Taifun „Durian“ sind am Fuße des philippinischen Vulkans Mayon bis zu 1.000 Menschen umgekommen. Das teilte das Rote Kreuz am Sonntag in einer Bilanz der bisherigen Bergungsarbeiten in der östlichen Provinz Albay mit. Präsidentin Gloria Macapagal Arroyo erklärte die Taifun-Zone in den östlichen Philippinen zum Katastrophengebiet.
„Durian“ war am Donnerstag mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 265 Kilometern pro Stunde über die Philippinen hereingebrochen. Am Mayon lösten Taifun und Regen gewaltige Schlammlawinen aus, die ganze Dörfer unter sich begruben. Seit den ersten Stunden nach dem Niedergang der Schlammlawinen wurden keine Überlebenden mehr am Mayon geborgen. Insgesamt 830.000 Menschen sind nach amtlichen Angaben von dem Taifun getroffen worden.
Das staatliche Nationale Katastrophenzentrum berichtete, bisher seien 309 Leichen geborgen worden. Drei Tage nach dem Taifun würden noch 298 Menschen vermisst. Der Leiter des Roten Kreuzes, Senator Richard Gordon, sagte, die Zahl der Toten könne noch die tausend übersteigen. Er begründete dies mit den amtlichen Zahlen und den Berichten, die seine Organisation von den zerstörten Dörfern am Mayon erhalte.
(AP)
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