Aktuelle Nachrichten – Menschen & Meinungen
23.12.2006
Berlin – Der Ratsvorsitzende der Evangelische Kirche in Deutschland, Bischof Wolfgang Huber, hat Teilen der Wirtschaft Maßlosigkeit bei der Managerbezahlung vorgeworfen. Konzerne hätten häufig allein die Entwicklung des Aktienkurses im Blick, kritisierte Huber in einem Interview der „Berliner Zeitung“. Es gebe Großkonzerne, in denen die Höhe der Managergehälter jedes normale Maß übersteige.
Das Durchschnittseinkommen liege in Deutschland bei rund 40.000 Euro im Jahr. Wenn ein Manager wie Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann 20 Millionen Euro verdiene, sprenge das jede Vorstellung von Gerechtigkeit. Zu Recht werde die Frage gestellt, wie viele Jobs sich von einem solchen Gehalt sichern ließen. Zwar gebe es viel Verantwortungsbereitschaft in der deutschen Wirtschaft. Besonders in Großkonzernen dreht sich das Denken aber scheinbar oft nur um den Aktienkurs“, kritisierte der Berliner Bischof. Faktoren wie die Zufriedenheit von Mitarbeitern oder Kunden stünden zurück. Wer allein am Aktienkurs die Leistung von Managern messe, verliere seine Glaubwürdigkeit.
(AP)
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