Aktuelle Nachrichten – Menschen
23.10.2012
Foto: ddp images / dapd/dapd
Berlin – Zur Ursache des Auftretens des Darmbakteriums Serratien in der Berliner Charité gibt es nach Angaben des Gesundheitsamtes des Bezirkes Mitte noch keine konkreten Anhaltspunkte. Es seien bereits Hunderte Proben genommen worden, sagte der Leiter des Ausbruchsteams, Karl Schenkel, am Dienstag. In die Untersuchung der Umgebung der Patienten seien Wickeltische, Inkubatoren und auch Pflegemittel einbezogen worden. Bislang gebe es aber noch keine Hinweise.
Am vergangenen Samstag war bekannt geworden, dass Anfang Oktober ein Neugeborenes an den Folgen einer Infektion mit Serratienkeimen gestorben ist. Das Kind war nach einer Behandlung am Campus Virchow-Klinikum der Charité im Deutschen Herzzentrum in Berlin operiert worden.
Nach Angaben Schenkels haben Kontrollen ergeben, dass die Einhaltung der Hygienevorschriften auf den betroffenen Stationen der Charité und auch im Herzzentrum sehr gut sei. Dafür spreche unter anderem der hohe Verbrauch an Händedesinfektionsmitteln, betonte er. Um die Gefahr von Infektionen zu mindern, brauche es vor allem mehr Personal auf derart sensiblen Stationen.
dapd
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