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Standortpflege BMW will eine Milliarde Euro in Deutschland investieren

DAPD

02.09.2009

München – Mit Investitionen von einer Milliarde Euro bis 2010 will BMW ein Bekenntnis zu seinen deutschen Standorten abgeben. Man dürfe seine Wurzeln nicht vergessen sondern müsse sie im Gegenteil pflegen, sagte Produktionsvorstand Frank-Peter Arndt der „Passauer Neuen Presse“. „Wenn wir den Hauptteil der Produktion nicht mehr in Deutschland hätten, dann würde dem Image, das der Marke BMW anhaftet, etwas fehlen.“

Allerdings gebe es auch für die Werke in Bayern, wo BMW seinen Schwerpunkt hat, „prinzipiell keine endlos geltende Garantie“. Sie seien zwar unverzichtbar und würden auch in Zukunft einen maßgeblichen Beitrag leisten, sagte Arndt. „Ich bezweifle aber, dass es an den bayerischen Standorten noch sehr großes Wachstum geben kann. Wachstum wird in erster Linie außerhalb Europas stattfinden, in Amerika und Asien.“ Derzeit seien aber keine neuen Werke im Ausland geplant, erklärte ein BMW-Sprecher der AP auf Nachfrage.

Von 1,44 Millionen produzierten Autos im vergangenen Jahr baute BMW nach eigenen Angaben 868.000 in Deutschland, 236.000 in Großbritannien, 171.000 in den USA, 48.000 in Südafrika und 34.000 in China. 83.000 ließ BMW in Österreich fertigen.

Stellenabbau geht weiter

Betriebsbedingte Kündigungen werde es nicht geben, solange BMW in der Gewinnzone bleibe, allerdings werde die natürliche Fluktuation genutzt und freiwerdende Stellen würden nur sehr restriktiv besetzt, sagte Arndt. „Ein Stellenrückgang findet damit also tendenziell weiter statt. Daran wird sich erst einmal nichts ändern.“ Dem BMW-Sprecher zufolge können über die normale Fluktuation pro Jahr rund 1.000 Arbeitsplätze abgebaut werden.

Das Auslaufen der Abwrackprämie in Deutschland macht Arndt offenbar wenig Sorgen. „Wir bei BMW waren über das Instrument der Abwrackprämie nicht sonderlich erfreut, weil es uns als Premiumhersteller benachteiligt hat. Immerhin: Da BMW davon wenig profitiert hat, trifft uns der Wegfall des Instruments auch weniger.“

Die US-amerikanische Version der Abwrackprämie sieht BMW dagegen positiv. Sie habe die Amerikaner wieder auf die Idee gebracht, dass es in Ordnung sei, ein Auto zu kaufen, erklärte BMW-Nordamerika-Chef Jim O'Donnell. Dem BMW-Sprecher zufolge, kommen derzeit wieder mehr Amerikaner zu den BMW-Händlern, um sich Wagen anzusehen.

Bereits am Dienstagabend hat BMW aktuelle Absatzzahlen aus den USA gemeldet. Dort ist das Unternehmen weiterhin weit von seinen Ergebnissen aus dem Vorjahr entfernt. Im August verkaufte BMW dort 24.343 Autos, 21,3 Prozent weniger als im Vorjahresmonat. Dennoch handelte es sich um den bisher besten Monat des Jahres. Die Verkäufe seit Jahresbeginn liegen mit 160.044 Autos um 26,5 Prozent unter dem Vorjahresniveau. (AP)

 

 

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