Lebensmittel - Aktuelle Nachrichten – Bockhornkleesamen als EHEC-Verursacher identifiziert – DAPD
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Aktuelle Nachrichten – Lebensmittel

Bienenbütteler Betrieb entlastet Bockhornkleesamen als EHEC-Verursacher identifiziert

DAPD

05.07.2011

Eine Packung mit Bockshornklee-Sprossen. Die Ursache für den Ausbruch der EHEC-Epidemie in Deutschland ist aus Ägypten importierter Bockshornkleesamen, auch bekannt als Fenugreek. Foto: Markus Hibbeler/dapd
Eine Packung mit Bockshornklee-Sprossen. Die Ursache für den Ausbruch der EHEC-Epidemie in Deutschland ist aus Ägypten importierter Bockshornkleesamen, auch bekannt als Fenugreek.

Foto: Markus Hibbeler/dapd

Berlin – Die Ursache für den Ausbruch der EHEC-Epidemie in Deutschland ist mit hoher Wahrscheinlichkeit aus Ägypten importierter Bockhornkleesamen. Aus den mit EHEC O104:H4 kontaminierten Samen seien in einem niedersächsischen Gartenbetrieb Sprossen hergestellt worden, sagte der Präsident des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit, Helmut Tschiersky-Schöneburg, am Dienstag in Berlin.

Da möglicherweise noch mit dem gefährlichen Darmkeim kontaminierte Sprossensamen im Umlauf seien, sollten weiterhin Sprossen nicht roh verzehrt werden. Noch vorhandene Sprossensamen und Samenmischungen sollten im Restmüll entsorgt werden, hieß es weiter.

Die Staatsanwaltschaft Oldenburg stellte unterdessen ihre Ermittlungen wegen der belasteten Sprossen aus dem Betrieb im niedersächsischen Bienenbüttel ein. Es habe keine Anhaltspunkte dafür gegeben, dass der Geschäftsführer des Biohofs frühzeitig Kenntnis über die Verunreinigung der Sprossen hatte und sie dennoch vertrieben habe, teilte ein Sprecher mit.

Da die Verantwortlichen des Hofes die gesetzlichen Anforderungen an Lebensmittelunternehmer erfüllt hätten und es keine Verpflichtung zur Überprüfung auf EHEC-Erreger gebe, sei ihnen weder vorsätzliches noch fahrlässiges Verhalten vorzuwerfen. Ein Bürger aus Münster hatte gegen den Sprossenhof eine Strafanzeige wegen fahrlässiger Tötung und gemeingefährlicher Vergiftung gestellt.

Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts ist jedoch noch mit weiteren Erkrankungen und Ausbrüchen durch den Erreger zu rechnen. Die Infektionen könnten von Mensch zu Mensch oder durch Lebensmittel übertragen werden, die durch Erkrankte kontaminiert wurden.

(dapd)

 

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