Berlin – Die Beauftragte der Bundesregierung für die Migration, Maria Böhmer, hat vor dem zweiten Integrationsgipfel in der kommenden Woche Vorwürfe einiger türkischer Verbände zurückgewiesen, die neuen Zuwanderungsgesetze erschwerten die Integration von Muslimen. „Hier werden Ängste geschürt, die nicht gerechtfertigt sind. Es ist doch eine schiere Selbstverständlichkeit, dass man Grundkenntnisse in der deutschen Sprache erwirbt“, sagte Böhmer am Freitag im ZDF-Morgenmagazin.
Sprachkenntnisse seien keine Hürde, sondern eine Hilfe. Sie erwarte von den Verbänden, dass sie „diesen Weg gemeinsam mit uns gehen“. Besorgt äußerte sich Böhmer, dass die zweite und dritte Generation der Migranten – 40 Prozent – ohne jegliche berufliche Qualifikation bleibe. Hier müsse man Hilfestellung geben.
Seit dem letzten Integrationsgipfel sei ein Jahr lang – „unter Einbeziehung der Migrantinnen und Migranten“ – an dem nationalen Integrationsplan gearbeitet worden. „Wir reden nicht mehr über die Migranten, sondern gestalten Integrationspolitik mit ihnen.“ Die konkreten Ergebnisse lauteten: „Wir steuern um, wir heißen sie willkommen, und wir wollen gemeinsam in diesem Land mit ihnen leben“, sagte Böhmer. (AP)
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