München – Eine Bohrung auf der Zugspitze soll Erkenntnisse über die Folgen des Klimawandels bringen. Auf Deutschlands höchstem Berg wurde am Mittwoch mit der Bohrung eines 60 Meter tiefen Lochs begonnen. Wissenschaftler wollen so herausfinden, ob und wie sich die Temperatur des dauerhaft gefrorenen Felses auf der 2.962 Meter hohen Zugspitze verändert, wie das Bayerische Landesamt für Umwelt (LfU) mitteilte.
Dazu wird in das Loch mit einem Durchmesser von zwölf Zentimetern ein Kabel mit 25 elektronischen Temperatursensoren geschoben, die stündlich die Innentemperatur des Felses an eine Messstation senden sollen. Die Messungen sollen 15 Jahre dauern. Veränderungen seien ein langfristiger Klimaindikator, da der Permafrost wegen der Klimaerwärmung langsam auftauen könnte, teilte das Landesamt mit. Zudem wachse bei einem Auftauen die Gefahr von Felsstürzen. Die Ergebnisse sollen in ein geplantes alpenweites Netzwerk zu Permafrostuntersuchungen eingehen.
Neben den Temperaturbeobachtungen soll mit einer speziellen Kamera zudem die innere Gebirgsstruktur der Zugspitze erkundet werden. Die schweren Bohrer und andere Geräte wurden mit der Zugspitzbahn auf den Berg gebracht. (AP)
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