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Ehemaliger Manager Tiriac: Boris Becker war immer wie ein Kind, das ans Feuer geht

DAPD

17.05.2009

München – Für den früheren Manager von Boris Becker, Ion Tiriac, ist der Ex-Tennisstar ein abenteuerlustiges und risikofreudiges Kind. „Boris Becker war immer wie ein Kind, das ans Feuer geht, auch wenn es weiß, dass das Feuer weh tut“, sagte Tiriac dem „Focus“. Es gebe aber in Deutschland keine größere Sportpersönlichkeit. „Okay, er wechselte ab und zu die Frauen. Aber er ist nie durchgedreht, war nie einer, der eine 50-Meter-Yacht oder einen Jet brauchte.“

Zudem sei Becker immer vorsichtig mit Geld umgegangen – was Tiriac daran festmacht, dass der Tennis-Star beim gemeinsamen Essengehen immer gesagt habe: „Ion, du zahlst.“ Er selbst habe immer gedacht: „Ist doch egal, wessen Kreditkarte wir nehmen! Aber da war er sparsam“, sagte der Sportmarketing-Stratege über seinen früheren Ziehsohn.

Tiriac, der am 9. Mai 70 wurde, feiert seinen Geburtstag am 16. Mai in Madrid mit internationalen Tennis-Promis und Showgrößen wie Lenny Kravitz. Der Milliardär fühlt sich eher arm als reich: „Wahrer Reichtum ist zu tun, was du willst. Ich hasse es, jeden Morgen im Büro sein zu müssen“, sagte Tiriac, der laut „Focus“ von Wirtschaftsmedien auf mindestens eine Milliarde Euro Vermögen geschätzt wird. „Ich habe nicht wirklich Geld. Reich ist jemand wie George Soros oder Donald Trump.“

Aber egal wie erfolgreich jemand sei: „Es ist unfair, wenn ein Mensch kein Privatleben mehr hat. Wie ich. Ich fühle mich wie ein im Gefängnis Dahinsiechender. Wäre ich intelligent genug, würde ich an Sonnenplätzen wie Kalifornien oder Monaco leben und Golf spielen. Aber gut – ich hasse Golf.“ (AP)

 

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