Aktuelle Nachrichten – Deutschland
11.05.2010
Osnabrück (apn) Mit Blick auf die schwierige Regierungsbildung in Nordrhein-Westfalen hat der CDU-Politiker Wolfgang Bosbach vor einer „endlosen Hängepartie“ gewarnt. Zum Anspruch der SPD, künftig in Düsseldorf den Regierungschef zu stellen, sagte Bosbach der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (Dienstagausgabe): „Die Union sollte sich nicht auf die personellen Spielchen der SPD einlassen.“ Ihn erinnere das aktuelle Auftreten der SPD-Spitze an das Gehabe des damaligen Kanzlers Gerhard Schröders nach der Bundestagswahl 2005. „Das Ende der Geschichte ist bekannt“, sagte der CDU-Innenpolitiker.
Es gelte jetzt, die inhaltlichen Gemeinsamkeiten zwischen Union und SPD auszuloten, ehe sich Personalfragen stellten. „Wir brauchen eine tragfähige Lösung für fünf Jahre“, forderte der nordrhein-westfälische Bundestagsabgeordnete. Es wäre fatal für die Demokratie, wenn beim Bürger der Eindruck entstünde, es gehe den Parteien in erster Linie um Ämter und Karrieren. (AP)
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