Aktuelle Nachrichten – Kultur
09.06.2011
Mainz – Der algerische Schriftsteller und neue Friedenspreisträger Boualem Sansal fühlt neben der Freude über die Ehrung auch Verantwortung. "Die Auszeichnung lastet schwer auf meinen Schultern, ich will der Sache auch gewachsen sein. Aber natürlich bin ich stolz", sagte er am Donnerstag dem 3sat-Magazin "Kulturzeit".
Für Sansal ist der Preis auch eine Würdigung des "Arabischen Frühlings" und des Kampfes der Jugend um ihre Freiheit. Bislang gebe es nur Ansätze von Demokratie, die gestärkt werden müssten. "Deshalb muss es solche großen Preise geben, um der Jugend ein Beispiel zu geben."
Der Börsenverein des Deutschen Buchhandels wollte mit der Wahl Sansals "ein Zeichen setzen für die Demokratiebewegung in Nordafrika". Der 61 Jahre alte Sansal gehöre "zu den wenigen in Algerien verbliebenen Intellektuellen, die offen Kritik an den politischen und sozialen Verhältnissen üben".
(dapd)
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