Aktuelle Nachrichten – Panorama
19.01.2009
Berlin – Hollywoodglanz an der Spree: Zur Europapremiere seines neuen Films „Der seltsame Fall des Benjamin Button“ hat Brad Pitt seine Frau Angelina Jolie mitgebracht. Arm in Arm schritten die beiden Stars am Montagabend vor weit über hundert johlenden Fans über den Roten Teppich vor dem Kino am Potsdamer Platz. Pitt spielt in dem Film von David Fincher, der als einer der Oscar-Favoriten gilt, einen Jungen, der als Greis geboren und im Laufe der Zeit immer jünger wird. Der Film startet am 29. Januar in den Kinos.
Jolie kam schick gekleidet in einem weißen Hosenanzug mit weißer Bluse. Ihre schwarzen Haare trug sie hochgesteckt, so dass die großen Ohrringe besonders auffielen. Der 45-jährige Pitt trug einen schwarzen Anzug mit Krawatte.
Unmittelbar vor der Premiere sagte er, vor dem Älterwerden habe er keine spezielle Angst. „Ich bin immer ängstlich, wohin ich gehe“, meinte er schmunzelnd. Das Leben sei kurz. Man müsse es genießen. Von der Idee, wie im Film immer jünger zu werden, hält er nichts. Das Leben sei zeitlich begrenzt. In diesem treffe man Leute und verliere sie wieder. Mit ihnen zusammen zu sein, „das ist fantastisch“. „Die Menschen gehen, so wie ich selbst eines Tages gehen werde – das ist unvermeidlich.“ Die Frage sei nur, wie man damit umgehe.
Pitt äußerte sich auch zum Amtsantritt des neuen amerikanischen Präsidenten Barack Obama am (morgigen) Dienstag. „Wir sind sehr aufgeregt, was die Zukunft uns bringen wird. Es ist eine neue Ära“, meinte er. „Es ist ein großer Tag für uns.“
Das von der Kritik hochgelobte Drama „Der seltsame Fall des Benjamin Button“ auf Grundlage einer Erzählung von Scott Fitzgerald gilt als einer der Favoriten auf die Oscars, die am 22. Februar in Los Angeles vergeben werden. Der Titelheld wird 1918 in New Orleans geboren, seine Mutter stirbt bei der Geburt, der Vater kann seinen Anblick nicht ertragen, so dass er als Waise in einem Altenheim aufwächst. Er verliebt sich in Daisy (Cate Blanchett), die dem äußeren Schein nach seine Enkelin sein könnte. Als er sie später wieder trifft, stehen beide in der Blüte ihres Lebens. Dann jedoch wird er immer jünger, während sie altert.
Noch mehr Hollywood-Glanz gibt es gut zwei Wochen vor der Berlinale (5. bis 15. Februar) bereits am (morgigen) Dienstag in der Hauptstadt. Dann wird Tom Cruise seinen neuen Film „Operation Walküre“ als Europapremiere vorstellen. Der 46-Jährige spielt in dem Thriller den Hitler-Attentäter Claus Schenk Graf von Stauffenberg. Wirbel verursachte vor allem die Frage, ob ein bekennender Scientologe wie Cruise den deutschen Helden spielen darf. Der Film von Regisseur Bryan Singer startet am Donnerstag in den deutschen Kinos.
http://www.benjaminbutton-derfilm.de/ (AP)
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