Foto: dapd/Norman Rembarz
Düsseldorf – Im Streit um die Verwendung der Überschüsse in der gesetzlichen Krankenversicherung hat FDP-Fraktionschef Rainer Brüderle vorgeschlagen, die Praxisgebühr abzuschaffen und gleichzeitig die Beiträge für die Krankenversicherung zu senken. "Die Abschaffung der Praxisgebühr bringt je nach Berechnung 1,5 bis zwei Milliarden Euro. Vorstellbar wäre eine Entlastung der Kassenpatienten um drei Milliarden Euro, in dem diese Koalition gleichzeitig die Beiträge absenkt", sagte Brüderle der Düsseldorfer "Rheinischen Post" laut Vorabbericht.
Der Fraktionsvorsitzende sagte, die Überschüsse in der Krankenversicherung seien groß genug, um "ein solches Entlastungspaket" vertreten zu können. Entscheidend sei, "dass die Krankenkassen nicht zu Sparkassen werden." Mit dem Thema befasst sich der Koalitionsausschuss am 4. November in Berlin.
dapd
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