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Modell der Deutschen Reichsbahn betroffen Bundesamt untersucht Radriss in Doppelstockwagen der Bahn

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22.07.2009

Frankfurt/Main – Nach der Entdeckung eines kaputten Rades in einem Doppelstockwagen der Deutschen Bahn prüft das Eisenbahn-Bundesamt die Konsequenzen. Der Riss wurde am 17. Juli festgestellt, wie die Behörde am Mittwoch in Bonn mitteilte. Derzeit werde der Sachverhalt untersucht.

Nach Angaben eines Bahnsprechers ereignete sich der Vorfall vergangene Woche bei einer Bremsprüfung im Land Brandenburg. Der Regionalzug sei dabei nicht in Bewegung gewesen. Als der Riss festgestellt worden sei, sei der Wagen aus dem Verkehr gezogen worden. „Der Vorfall wird genau untersucht“, sagte ein Bahnsprecher in Berlin.

Welche Konsequenzen der Vorfall haben wird, ist laut Bundesamt unklar. Möglich sei etwa ein Bescheid oder eine Allgemeinverfügung. Das Staatsunternehmen selbst geht offenbar nicht davon aus, dass der Radriss ähnliche Konsequenzen wie ein Unfall bei der Berliner S-Bahn haben könnte. „Das ist ein Einzelfall“, sagte der Sprecher über den Vorfall in Brandenburg.

Massive Probleme in Berlin

Die Deutsche Bahn hat wegen der Wartung von Rädern derzeit massive Probleme bei ihrer Tochtergesellschaft, die die Berliner S-Bahn betreibt. Wahrscheinlich wird es in der Hauptstadt auf Monate nur ein stark eingeschränktes Angebot geben. Die Verbindungen werden teilweise mit Regionalzügen der Deutschen Bahn gefahren, die mit Doppelstockwagen bestückt sind. Hintergrund der Aktion ist eine Überprüfung vieler S-Bahn-Züge.

Nach Angaben des Eisenbahn-Bundesamtes handelt es sich bei dem Wagen mit dem Radriss um den Typ 747.3. Das Modell stammt noch von der Deutschen Reichsbahn, die 1994 zusammen mit der Bundesbahn in der Deutschen Bahn AG aufging. Viele der Waggons wurden saniert und sind bis heute vor allem in Ostdeutschland im Einsatz. (AP)

 

 

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