Aktuelle Nachrichten – Umwelt
26.05.2008
Berlin – Das Bundesamt für Naturschutz (BfN) hat vor Rückschritten beim Artenschutz gewarnt und eine Vorreiterrolle Deutschlands angemahnt. „Wir müssen mit gutem Beispiel vorangehen. Wir können nicht von Indonesien oder Brasilien verlangen, ihren Raubbau an den Regelwäldern zu stoppen, wenn es bei uns nicht einmal gelingt, neue Nationalparks oder großflächige Waldschutzgebiete zu schaffen“, sagte BfN-Präsidentin Beate Jessel der „Berliner Zeitung“. Die meisten der bedrohten Buchenwälder beispielsweise gebe es bei uns und nicht am Amazonas.
Kritisch äußerte sich Jessel auch zu den laufenden Beratungen zum Umweltgesetzbuch: Sie sei in großer Sorge, dass es am Ende zu einem Abbau von Naturschutzstandards komme. So wollten einige Ministerien und Länder die derzeitige Regel abschwächen, dass bei Eingriffen in die Natur durch Bauvorhaben Ausgleichsflächen geschaffen werden müssen. „Umweltsünder könnten sich damit ganz einfach freikaufen. Das ist nicht akzeptabel“, kritisierte Jessel. (AP)
Hier können Sie sich im Newsletter eintragen.
Schlagworte
Stark gefährdete Java-Nashörner in Nationalpark identifiziert
(29.12.2011)
UN-Artenschützer geben grünes Licht für strengere Regeln
(30.05.2008)
„Niemand sollte seinen Einfluss unterschätzen“
(29.05.2008)
Weltmeere sind laut WWF 21 Billionen US-Dollar jährlich wert
(26.05.2008)
Umweltminister Gabriel sieht UN-Artenschutzkonferenz auf gutem Weg
(23.05.2008)
Jäger fordern mehr Korridore für Wildtiere
(22.05.2008)
Gabriel: Dramatischen Artenrückgang stoppen
(19.04.2008)