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Bundesanwaltschaft hat zahlreiche Ansätze bei Terror-Ermittlungen

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27.08.2006

Gerneralbundesanwältin Monika Harms während einer Pressekonferenz in Karlsruhe, 19. August 2006 (AP Photo/Daniel Maurer)
Gerneralbundesanwältin Monika Harms während einer Pressekonferenz in Karlsruhe, 19. August 2006 (AP Photo/Daniel Maurer)

Frankfurt/Main - Die Bundesanwaltschaft geht bei ihren Ermittlungen zu den fehlgeschlagenen Bahnanschlägen vielen möglichen Spuren nach. Die Ermittlungsansätze würden in den kommenden Tagen ausgewertet, sagte Generalbundesanwältin Monika Harms am Samstagabend in der ARD. Man hoffe auch auf Ergebnisse von Vernehmungen im Libanon. «Ich schließe es nicht aus, dass es noch weitere Beteiligte gibt.»

Zuvor hatte der Bundesgerichtshof gegen einen dritten Terrorverdächtigen Haftbefehl wegen der gescheiterten Anschläge auf zwei Regionalzüge am 31. Juli erlassen. Der 23-jährige Syrer Fadi A.S. recherchierte den Ermittlern zufolge im Internet nach Anleitungen zum Bombenbau und half seinen mutmaßlichen Mittätern bei der Flucht in den Libanon. A.S. war am Freitag in einem Konstanzer Studentenwohnheim festgenommen worden.

Der libanesischen Regierung zufolge gibt es in dem Fall Hinweise auf eine mögliche Verbindung zum Terrornetzwerk Al Kaida. Harms sagte, dass dies mit Vorsicht bewertet werden müsse. Es sei aber möglich, dass es eine gemeinsame Grundüberzeugung gebe. «Aber es können auch andere Verbindungen sein. Das ist noch nicht absehbar.»

Bei der mutmaßlichen Terrorzelle handelt es sich laut Harms um eine neue Form: «Es sind kleine Gruppen, die sich spontan zu Aktionen entschließen.» Anders als beim RAF-Terror der 70er Jahre hätten diese Gruppen keine feste Struktur, was sie aber nicht weniger gefährlich mache. Die Ermittlungen und die frühzeitige Erkennung seien schwierig.

(AP)

 

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