Aktuelle Nachrichten – Fußball
29.10.2011
Foto: Steffen Andritzke/The Epoch Times
51.036 Zuschauer waren gespannt auf die einzigen beiden Mannschaften der Bundesliga, die bis jetzt den FC Bayern bezwingen konnten.
Die Borussia begann offensiv und hatte bereits in der fünften Minute durch Patrick Herrmann eine gute Chance, der aber nach schönem Zuspiel von Marco Reus den Ball knapp am Tor vorbei schoss. Gladbach war nun spielbestimmend und kurz darauf konnte der 96-Schlussman Ron-Robert Zieler einen Freistoß von Juan Arango gerade noch über die Latte lenken. Die Gäste antworteten mit Nadelstichen und nach einem Konter schoss Christian Pander in der 20. Minute den Ball nur knapp am Tor der Borussia vorbei. Fast im Gegenzug, nur eine Minute danach, konnte Reus nach einem sehenswerten und schnell vorgetragenem Angriff das 1:0 für den fünfmaligen Deutschen Meister erzielen.
Doch die Freude währte nicht lange denn nur fünf Minuten später gelang Emanuel Pogatetz der Ausgleich, nachdem er nach einem lang in den Gladbacher Strafraum hereingeschlagenen Freistoß von Pander eine zwischenzeitliche „Auszeit“ der Borussenabwehr ausnutzte und den Ball an Ter Stegen vorbei ins Tor köpfte. Doch die Hausherren ließen sich durch diesen Gegentreffer nicht aus der Ruhe bringen und versuchten weiter, mit gut vorgetragenen Kombinationen Tormöglichkeiten heraus zu spielen. Da aber Marco Reus – der beste Mann heute auf dem Platz – zwei weitere Chancen nicht nutzen konnte, ging es mit diesem 1:1 in die Kabinen.
Zu Beginn der zweiten Halbzeit kamen die Gäste besser ins Spiel und Marc-Andrè Ter Stegen musste sein ganzes Können aufbieten, um nach einem Freistoß von Pander die Führung der 96er zu verhindern. Gleich darauf hatte Reus wieder die Führung auf dem Fuß, doch auch hier stand mit Zieler ein guter Tormann zwischen den Pfosten. Doch in der 51. Minute konnte auch er nicht verhindern, dass Marco Reus mit seinem zweiten Tor erneut die Borussia in Führung schoss. Nun drängten die Niedersachsen auf den Ausgleich, doch konnten sie ihre Möglichkeiten durch Manuel Schmiedebach (80.) und Mohammed Abdellaoue (81.) nicht nutzen.
Der Trainer vom Jannover 96, Mirko Slomka: „Herzlichen Glückwunsch an Borussia Mönchengladbach. Aus unserer Sicht muss ich sagen, dass das im Hinblick auf unsere letzten Auswärtspartien eine Steigerung war und ich finde, dass wir gerade in der zweiten Halbzeit ein sehr dominantes Spiel gezeigt haben, sehr präsent waren und auch, so glaube ich, spielerische Vorteile hatten. In der ersten Halbzeit war es ein taktisches Abtasten beider Mannschaften. Aber es war auch ein gutes Spiel der Gladbacher Offensive, die uns immer wieder – vor allem mit Marco Reus – in Schwierigkeiten gebracht haben. Das war uns klar, dass er ein toller Spieler ist und wir wollten das verhindern, dass er Tore schießt. Aber das kann man nicht und deshalb hat er heute zwei schöne Tore geschossen.
Ich finde, dass wir aber gut zurückgekommen sind und in der zweiten Halbzeit noch alles versucht haben, um das Spiel zu drehen. Gute Möglichkeiten waren zwar da, aber eben nicht so gute, dass man von hundertprozentigen Chancen reden kann und deswegen ist es auch schwer, aus halben Möglichkeiten Treffer zu erzielen. Ich finde trotzdem, dass wir ein gutes Auswärtsspiel gemacht haben und das sollten wir jetzt auch mitnehmen für unser Auswärtsspiel in Kopenhagen. Ich kann nur nocheinmal sagen: Glückwunsch an Gladbach; die sind heute in der Tabelle an uns vorbei gezogen und das mit einem sehr guten und konzentrierten Team.“
Lucien Favre, der Trainer der Borussia: „Es war ein gutes Spiel für mich und Hannover war sehr gut. Das haben wir vor allem in der zweiten Halbzeit festgestellt, denn da war es sehr, sehr hart für uns, das Spiel zu beherrschen. Die haben alles probiert, das 2:2 zu machen und es war sehr eng für uns. Aber trotzdem haben wir in der ersten Halbzeit gut gespielt und 63 Prozenz Ballbesitz ist wirklich nicht schlecht. In der zweiten Halbzeit nach dem 2:1 haben wir nicht so gut gespielt, weil Hannover hier gut gespielt hat. Vielleicht haben wir manchmal etwas zu überhastet gespielt und unser Publikum wollte, dass wir das 3:1 machen. Das war aber nicht einfach. Ich verstehe unsere Fans aber manchmal wenn du 2:1 führst ist es eben wichtiger, dass das so bleibt. Das war sehr wichtig für uns, zuhause wieder einen Sieg zu erringen. Wir haben jetzt nach 11 Spielen 20 Punkte – das ist wirklich nicht schlecht. “
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