Fußball – Bundesliga: VfL Borussia Mönchengladbach – SC Freiburg 0:0 – Steffen Andritzke
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Spielwitz und Durchschlagskraft verbummelt Bundesliga: VfL Borussia Mönchengladbach – SC Freiburg 0:0

Steffen Andritzke

10.03.2012

Johannes Flum versucht Roman Neustädter zu stoppen.   Foto: Steffen Andritzke/The Epoch Times
Johannes Flum versucht Roman Neustädter zu stoppen.

Foto: Steffen Andritzke/The Epoch Times

Am 25. Spieltag der Fußballbundesliga kam Borussia Mönchengladbach zuhause gegen den SC Freiburg nicht über ein 0:0 hinaus und musste nun schon im dritten Spiel hintereinander ohne drei Punkte nach Hause gehen.

Vor 52.207 Zuschauern startetete die Borussia gut in die Partie: in der 8. Minute erreichte ein schöner Pass von Juan Arango den im Strafraum freistehenden Marco Reus, doch Freiburgs Fallou Diagne konnte in letzter Sekunde noch klären. Nur zwei Minuten später konnte Reus seinen Sturmpartner Mike Hanke gut in Szene setzen, doch Freiburgs Torhüter Oliver Baumann konnte gerade noch mit dem Fuß abwehren. Dann verflachte die Partie zusehends.

Zwar hatten die Fohlen viel mehr Ballbesitz als die Gäste, aber konnten nicht wie seit längerer Zeit nun schon gewohnt – und deshalb wohl auch mittlerweile von vielen Fans erwartet – hochkarätige Torchancen kreieren. Irgendwie scheint den Borussen zur Zeit die Spritzigkeit, der Spielwitz, die Kreativität und der letzte Biss abhanden gekommen zu sein.

Kurz vor der Halbzeit wäre dann den Freiburgern sogar noch das Führungstor gelungen, als Tony Jantschke nach einer Ecke des SCF den Ball fast noch ins eigene Tor köpfte.

Nach dem Wechsel blieben gute Torchancen weiterhin auf beiden Seiten Mangelware. Es dauerte bis zur 70. Minute bis sich der fünfmalige Deutsche Meister wieder eine Großchance heraussspielen konnte als Juan Arango mit einem langen Pass Igor de Camargo bediente, der alleine auf das Tor der Gäste zulief und dann den Ball nur Millimeter neben den Kasten setzte. In der letzten Viertelstunde zeigte sich die Borussia dann noch einmal bissiger und versuchte das Siegtor zu schießen, doch Oscar Wendt vergab seine Möglichkeit ebenso wie Filip Daems.

Am nächsten Samstag muss Borussia Mönchengladbach um 15:30 Uhr bei Bayer Leverkusen antreten und der SC Freiburg spielt zur gleichen Zeit beim HSV.

Der Trainer des SC Freiburg, Christian Streich: „ Ich habe mich die ersten zwanzig Minuten schon ein bisschen geärgert, weil wir einen ganz schlechten Rhythmus hatten; entweder einen Kontakt zu viel oder einen Kontakt zu wenig und dann den Ball auch wieder schnell verloren haben. Das haben wir schlecht gemacht. Ansonsten, finde ich, haben wir aber alles gegeben. Mönchengladbach hat eine wunderbare Balance und spielt einen wunderbaren „Rhythmus-Fußball“, wo du ganz ganz viel dagegen arbeiten musst und wo du immer wieder viele Wege gehen musst. Das haben meine Jungs gut gemacht. Ich freu mich auch für Mensur Mujdza, der nach vielen Monaten linker Verteidiger gespielt hat und dann so ein gutes Spiel gemacht hat. Insgesamt sagen wir heute: schön, dass wir einen Punkt geholt haben, wir hätten auch verlieren können. Aber, wenn heute Weihnachten und Ostern zusammen gekommen wären, hätten wir vielleicht auch gewonnen.“

Lucien Favre, der Trainer der Borussia: „Wir haben heute besser gespielt und mehr Torchancen gehabt. Wir hatten 5 klare Torchancen, aber das haben wir leider nicht genutzt. Deshalb sind wir ein wenig enttäuscht. Aber das ist nunmal so und ich muss positiv denken. Es war wirklich ein bisschen besser heute und wir haben mehr Kombinationen gesehen. Ich kann mit der Leistung ohne Probleme leben. Wir müssen weiter hart trainieren und unsere Leistung noch verbessern und dann werden wir automatisch weiter punkten.

Freiburg spielt auch seit Januar wieder sehr gut und steht auch viel kompakter als noch vor ein paar Monaten. Es ist nicht einfach gegen diese Mannschaft zu spielen. Sie kämpfen gegen den Abstieg und das ist in jedem Spiel leben oder sterben.“

 

 

 

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