Stuttgart – Die FDP ist am Freitag in Stuttgart zu ihrem Bundesparteitag zusammengekommen. Auf dem Treffen stellt sich der Bundesvorstand mit Parteichef Guido Westerwelle zur Wiederwahl. Er ist seit 2001 Bundesvorsitzender der Freien Demokraten. Bei der letzten Wahl kam er auf 80,1 Prozent der Stimmen. Erstmals in der Geschichte der Liberalen in der Bundesrepublik werden voraussichtlich alle Amtsinhaber von Westerwelle an abwärts wiedergewählt.
Westerwelle hatte angekündigt, die FDP werde sich auf dem Parteitag als „Kontrastprogramm zum Linksrutsch“ präsentieren. Die Liberalen würden auf „mehr Freiheit gegen mehr Sozialismus“ setzen. Der Union wirft Westerwelle vor, als geistiges Gegengewicht in der großen Koalition versagt und einen Linksrutsch nicht verhindert zu haben. Die SPD sei unter dem Druck der Linken dabei, sich ebenso wie die Grünen zu radikalisieren.
Zu den inhaltlichen Schwerpunkten gehört die sozialpolitische Neuausrichtung des Landes unter Stärkung der Eigenverantwortung. Insofern soll der Parteitag mit einem Bekenntnis zu „mehr Freiheit statt mehr Sozialismus“ ein Kontrastprogramm zu dem gleichzeitig in Berlin stattfindenden Vereinigungsparteitag der Linken bilden. (AP)
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