Aktuelle Nachrichten – Umweltpolitik
08.05.2012
Foto: David Hecker/dapd
Foto: David Hecker/dapd
Hamburg/Berlin – Die Bundesregierung will einem "Spiegel"-Bericht zufolge vorerst keine Erdgas-Förderung aus Schiefergestein in Deutschland zulassen. Darauf hätten sich die zuständigen Ressortchefs, Umweltminister Norbert Röttgen (CDU) und Wirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP), geeinigt, berichtete das Hamburger Nachrichtenmagazin.
Die Bundesminister wenden sich damit gegen die Pläne von Energiekonzernen, die insbesondere in Nord- und Ostdeutschland auf in Gestein eingeschlossene Erdgas-Vorkommen gestoßen sind. Um an das Gas heranzukommen, muss das Gestein durch sogenanntes Fracking mit einer Mischung aus heißem Wasser, Sand und teils giftigen Zusatzstoffen aufgebrochen werden. In den betroffenen Regionen haben sich aus Sorge vor Grundwasserverschmutzungen bereits einige Bürgerinitiativen gegründet.
Aus Sicht des Wirtschaftsministers sind beim "Fracking" noch viele Fragen offen. Diese sollen auf Basis eines unabhängigen wissenschaftlichen Gutachtens geprüft werden. Erst auf Basis der Ergebnisse des Gutachtens sei eine genaue Bewertung möglich, hieß es auf Anfrage aus dem Bundeswirtschaftsministerium. (dapd)
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