Aktuelle Nachrichten – Menschen
28.09.2012
Foto: dapd/Timm Schamberger
Nürnberg/Neuss – Nach der Messerattacke auf eine Mitarbeiterin des Jobcenters Neuss hat es am Freitag um 9.00 Uhr eine bundesweite Schweigeminute in deutschen Jobcentern gegeben. "Die Betroffenheit ist extrem groß. Deshalb haben wir heute Morgen in mehr als 1.000 Filialen zu einer Schweigeminute aufgerufen", sagte eine Sprecherin der Zentrale der Bundesagentur für Arbeit (BA) in Nürnberg. "Wir empfinden uns als großes Unternehmen." Die BA habe allen deutschen Jobcentern geraten, das Thema Sicherheit noch einmal zu überprüfen.
Größere Jobcenter hätten bereits Sicherheitsdienste, die Kunden ohne Termin den Einlass verweigern. Die tödliche Messerattacke des 52-Jährigen, der am Mittwoch unangemeldet im Büro der 32-jährigen Mitarbeiterin erschien, hätte so möglicherweise verhindert werden können. "Ob solche Maßnahmen für jedes Jobcenter realistisch sind, muss jede Filiale selbst überprüfen", sagte die BA-Sprecherin.
dapd
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