Washington – US-Präsident George W. Bush hat zum zweiten Mal ein Gesetz zur embryonalen Stammzellenforschung mit seinem Veto gestoppt. Bush sagte am Mittwoch in Washington, er appelliere an die Wissenschaft, eine „ethisch verantwortliche“ Forschung in dem Bereich zu betreiben. Die Demokraten rüsteten unterdessen für einen erneuten Anlauf, Mittel für die Stammzellenforschung frei zu bekommen.
Nach Bushs Veto gibt es weiterhin keine Bundesmittel für die Stammzellenforschung, die nach Angaben einiger Wissenschaftler die Heilung bisher schwer zu behandelnder Krankheiten verspricht. Bush hielt dem entgegen: „Wenn dieses Gesetz rechtskräftig werden würde, würde es amerikanische Steuerzahler erstmals in unserer Geschichte dazu zwingen die vorsätzliche Zerstörung menschlicher Embryos zu unterstützen.“ Er habe gegenüber dem Kongress und dem amerikanischen Volk klar gemacht, dass er es nicht zulassen werde, „dass unsere Nation diese moralische Grenze überschreitet.“
Die Demokraten wollen dagegen weiter auf eine staatliche Förderung des Bundes bei der Stammzellenforschung dringen. Eine der Initiatorinnen des Gesetzes, die Abgeordnete des Repräsentantenhauses Diana DeGette, sagte: „Das wird ein Wahlkampfthema 2008 nicht nur im Repräsentantenhaus, nicht nur im Senat, sondern auch bei der Präsidentenwahl.“ Die Demokraten wollten auch nach dem zweiten Veto die Initiative weiter im Kongress verfolgen. (AP)
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