Aktuelle Nachrichten – International
24.10.2007
Washington – US-Präsident George W. Bush hat die internationale Staatengemeinschaft am Mittwoch aufgerufen, die kubanische Opposition in ihrem Streben nach Freiheit und Demokratie zu unterstützen. Die Dissidenten von heute würden die künftigen Führer des Landes sein, sagte Bush in einer Rede im Außenministerium in Washington. Es war die erste bedeutende Rede des Präsidenten zu Kuba seit vier Jahren.
„Jetzt ist die Zeit gekommen, die wachsende Demokratiebewegung auf der Insel zu unterstützen“, sagte Bush. „Jetzt ist die Zeit gekommen, an der Seite der Kubaner zu stehen, da sie sich für ihre Freiheit erheben. Und jetzt ist die Zeit für die Welt gekommen, die Differenzen hinter sich zu lassen und sich vorzubereiten auf den Übergang Kubas in eine Zukunft der Freiheit und des Fortschritts und der Hoffnung.“ An die kubanische Bevölkerung gewandt sagte Bush: „Ihr habt die Macht, euer eigenes Schicksal zu verändern.“
Der erkrankte kubanische Staatschef Fidel Castro wies den Aufruf des US-Präsidenten zu Veränderungen in Kuba zurück, und zwar noch ehe Bush die Rede gehalten hatte. Die kommunistische Regierung Kubas und die Bevölkerung – und nicht Washington – würden über ihre politische Zukunft entscheiden, schrieb Castro. Der 81-Jährige wurde seit dem 31. Juli 2006 nicht mehr in der Öffentlichkeit gesehen. Damals gab er bekannt, dass eine Darmoperation ihn dazu zwinge, die Amtsgeschäfte seinem jüngeren Bruder Raúl zu übergeben. Das kubanische Fernsehen strahlte mehrfach Filmaufnahmen von Castro aus. (AP)
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