Stuttgart - Der Castor-Transport mit abgebrannten Atom-Brennstäben aus der französischen Wiederaufbereitungsanlage in La Hague ist in Deutschland eingetroffen.
Der Zug mit den zwölf Castorbehältern habe plangemäß am Sonntagmittag die deutsch-französische Grenze bei Lauterbourg überschritten, sagte ein Sprecher des Polizeipräsidiums Rheinland-Pfalz in Ludwigshafen. Am Nachmittag werde der Zug vom grenznahen Wörth aus nach Gorleben weiterfahren. Der Sprecher sagte, im Bereich des Bahnhofs Wörth seien nur vereinzelt Demonstranten gesichtet worden. Nach Angaben der Umweltschutzorganisation Greenpeace wird der Zug durch Baden-Württemberg in Richtung Würzburg fahren. Er werde vermutlich in der Nacht in Niedersachsen eintreffen. Ziel ist das Zwischenlager Gorleben.
Umweltschützer hatten Aktionen gegen den Atommülltransport angekündigt. Am Samstag hatten mehrere tausend Menschen im niedersächsischen Hitzacker unweit des Zwischenlagers gegen die Atommülltransporte demonstriert. Mit der Ankunft des Zuges im Kreis Lüchow-Dannenberg wurde für Montag gerechnet. Bereits bei früheren Atommülltransporten nach Gorleben war es zu massiven Ausschreitungen gekommen. Rund 15.000 Beamte von Landes- und Bundespolizei sollen den Transport schützen. Außerdem gilt ein Versammlungsverbot auf der Transportstrecke zwischen Lüneburg und Gorleben. (Reuters)
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