Aktuelle Nachrichten – China - Menschenrechte
20.05.2012
Foto: Andy Jacobsohn/Getty Images
NEW YORK – Am Samstagabend ist der blinde chinesische Bürgerrechtler Chen Guangcheng mit seiner Frau und seinen beiden Kindern in der Residenz der New York University in der Mercer Street in Lower Manhattan New York angekommen.
Es war ein Tag der Freude für Menschenrechtsaktivisten, Politiker und Unterstützer, die Chen Guangcheng beim Kampf um seine Freiheit geholfen hatten. Chens weitere Familie musste aber in China bleiben unter dem bedrohlichen Schatten der Sicherheitskräfte des chinesischen Regimes.
„Im kritischsten Moment gab die US-Botschaft in China mir die Gelegenheit, für ein Notfall-Asyl und half mir, durch die gefährlichste Zeit zu kommen. Die amerikanische Regierung half mir enorm“, sagte Chen vor der Presse nach der Ankunft in seiner Residenz, wo eine jubelnde Menschenmenge hinter einer Polizeikette stand.
Er dankte den US-Beamten für ihre Bemühungen, ihn zu retten.
„Die Vergeltungsschläge in Shandong wurden nicht weniger und meine Rechte als Rechtsanwalt wurden eingeschränkt – wir hoffen, dass es eine gründliche Untersuchung dieser Vorfälle geben wird“, sagte er.
Chen Guangchengs dramatische Flucht am 22. April aus dem Hausarrest in seiner Heimatstadt Linyi, Provinz Shandong, zog internationale Aufmerksamkeit auf sich und wurde zu einem Brennpunkt der amerikanisch-chinesischen Beziehungen.
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