Aktuelle Nachrichten – China - Menschenrechte
02.06.2012
Foto: AFP/Getty Images
Amnesty International (AI) hat am 31. Mai mit einer "Urgent Action" die internationale Gemeinschaft aufgefordert, dem Fall Wang Xiaodong in China ihre Aufmerksamkeit zu schenken und aktiv zu werden. In letzter Zeit hatte ein Appell von 300 Dorfbewohnern in China zur Freilassung eines Falun Gong-Praktizierenden zu einem großen Echo in China geführt. Nachdem dieser Appell sogar die Führungsebene der Kommunistischen Partei Chinas (KPCh) erreicht hatte, reagierte auch AI.
Amnesty fordert die chinesische Regierung auf, den Gefangenen Falun Gong-Praktizierenden Wang Xiaodong und seine Schwester unverzüglich freizulassen. AI ist der Ansicht, dass beide nur ihr Recht auf Meinungs- und Glaubensfreiheit ausüben wollten Aus diesem Grund jedoch seien sie verhaftet worden. Ihnen stehe Misshandlung und Folter bevor. Die internationale Gemeinschaft und einflussreiche Einzelpersonen sollen die chinesische Regierung auffordern, Wang Xiaodong und seine Schwester Wang Junling unverzüglich freizulassen und sicherzustellen, dass sie weder gefoltert noch anderweitig misshandelt werden. Amnesty drückte die Hoffnung aus, dass diese Forderung direkt an den chinesischen Premierminister Wen Jiabao sowie an den Gouverneur der Provinz Hebei gerichtet werden.
Falun Gong ist eine friedliche Kultivierungsschule, die seit 1999 von der KPCh aufs Grausamste verfolgt wird. Nach einer unvollständigen Statistik gibt es bis zum heutigen Tag 3422 Praktizierende, die durch die Verfolgung zu Tode gekommen sind.
Wang Xiaodong, ein Falun Gong-Praktizierender, wurde am 25. April von der Polizei verhaftet. Seine Schwester Wang Junling hat den Appell zu seiner Freilassung organisiert und wurde daraufhin ebenfalls am 26. Mai eingesperrt. Original-Artikel auf Chinesisch: 300手印震动大赦国际 吁国际社会紧急行动
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