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Industriespionage China und Manager weisen Anschuldigung der Spionage bei Renault zurück

DAPD

12.01.2011

Der Sprecher des Außenministeriums Chinas sagte zu den Anschuldigungen sie seinen "völlig grundlos, unverantwortlich und inakzeptabel". Der französische Geheimdienst untersucht den Fall. Foto: AP Photo/Geert Vanden Wijngaert
Der Sprecher des Außenministeriums Chinas sagte zu den Anschuldigungen sie seinen "völlig grundlos, unverantwortlich und inakzeptabel". Der französische Geheimdienst untersucht den Fall.

Foto: AP Photo/Geert Vanden Wijngaert

Peking/Paris – China und ein Direktoriumsmitglied von Renault haben jegliche Verwicklung in einen möglichen Fall von Industriespionage beim französischen Autobauer zurückgewiesen. Die Anschuldigungen seien "völlig grundlos, unverantwortlich und inakzeptabel", sagte der Sprecher des Außenministeriums, Hong Lei, am Dienstag in Peking. In Paris erklärte Michel Balthazard, einer der drei freigestellten Top-Manager, die die Firma beschuldigt, dem Radiosender France Info, er sei ein Opfer in einer Affäre, die er nicht verstehe. Er arbeite seit 30 Jahren in dem Unternehmen.

Die Anschuldigungen seien ein "schwerwiegender Angriff" auf seine Würde, sagte Balthazard weiter. Er habe nur ein Ziel: zu beweisen, dass er mit dieser Sache nichts zu tun habe. Balthazard nahm Stellung nach einem Gespräch mit den Chefs von Renault.

Renault schwieg am Dienstag zu Balthazards Äußerungen. Am Sonnabend hatte Vize-Generaldirektor Patrick Pélata erklärt, dass eine Klageerhebung durch Renault unvermeidlich sei, ohne allerdings zu präzisieren, ob die Klage gegen die drei Manager, gegen eine Firma oder gegen Unbekannt gestellt werde.

Renault hatte vergangene Woche drei Manager zunächst vom Dienst suspendiert, die mit der Entwicklung von Elektroautos befasst gewesen sein sollen. Ein französischer Abgeordneter erklärte am Freitag, zuverlässige Quellen deuteten darauf hin, dass ein chinesischer Käufer hinter dem Versuch stecken könnte, von den drei Managern Informationen zu bekommen.

China hatte in der Vergangenheit sein Interesse an Elektroautos bekundet und will auf diesem Gebiet Milliardenbeträge investieren. Renault steckte zusammen mit Partner Nissan inzwischen vier Milliarden Dollar in die Entwicklung des E-Mobils. Das erste Serienmodell, der Nissan Leaf, kam vor kurzem in den USA und in Japan auf den Markt.

(dapd)

 

 

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