#StopYulin – Chinas Hundefleisch-Festival: 10.000 Hunde brutal gequält – gehäutet, ausgeblutet, gegessen

Im Juni findet einmal mehr das grausame "Hundefleisch-Festival" statt. Für dieses Event werden Tausende Hunde und Katzen zu Tode gequält und dann verspeist. Die Tiere werden bei lebendigen Leib gehäutet, verbrannt, gekocht. (Vorsicht: Grausame Bilder)

Im südchinesischen Yulin findet im Juni das alljährliche "Hundefleisch-Festival" statt. Zehntausende Hunde, aber auch Katzen werden, bevor sie auf dem Teller landen, brutal gequält. Je mehr Schmerzen der Hund oder die Katze erleiden, desto mehr Adrenalin wird im Körper ausgeschüttet. Dies gewährleistet, dass das Fleisch zäh wird. Die Kunden fordern zähes Fleisch, weil sie fälschlicherweise glauben, zähes Fleisch steigert die Potenz des Mannes. Auch gestohlene Haustiere oder kranke Straßenhunde laden in den Kochtöpfen. Menschen aus China und der ganzen Welt rufen zum Protest auf. 

Im Land der Kiwis und Hobbits wurde eine Grundsatzentscheidung getroffen, der andere Länder folgen sollten. Neuseeland entschied per Gesetz: Tiere können Schmerz, Freude, Angst und Wohlsein empfinden. Sie sind kein Gegenstand, welchen man nutzen kann, wie man möchte. 

Ein großartiges Beispiel für die Welt durch die Anerkennung der Grundrechte für Tiere – leider gilt das nicht überall auf der Welt, wie der folgende Beitrag zeigt: das Yulin Dog Meat Eating Festival. Hier werden Hunde geschlagen, misshandelt, verbrannt, gekocht und bei lebendigem Leib gehäutet, bevor sie auf dem Teller landen.

Foto: Screenshot/Netzfrauen

Weltweite Proteste gegen das Hundeschlachten

Bereits im letzten Jahr gab es weltweite Protest. Diese waren so massiv, dass örtliche Behörden sogar die Existenz der Hundefleisch-Tradition bestritten.

Während in Yulin das Fest trotzdem gefeiert wurde, versuchten Menschen, die Hunde vor der Schlachtung zu retten, indem sie die Hunde den Verkäufern abkauften. Yang Xiaoyun ist einer dieser Menschen. 

Mit der Einführung des Yulin Dog Meat Festivals vor einigen Jahren erregte der chinesische Brauch, Hundefleisch zu essen, internationale Aufmerksamkeit. Dieses Festival, das erstmals im Jahre 2010 stattfand, zielt darauf ab, die Sommersonnenwende einzuläuten mit der Werbung für Hundefleisch, dem "wärmende" und glückverheißende Eigenschaften nachgesagt werden. Trotz des Umstandes, dass sich in China und in ganz Asien die kulturelle Einstellung gegenüber dem Verzehr von Hundefleisch zum Positiven verändert, hält sich dieses grausame Festival in Yulin.

Foto: Screenshot/Netzfrauen
Foto: AP/Humane Society International

Auch in diesem Jahr gibt es weltweiten Protest und Millionen Menschen nehmen weltweit an verschiedenen Petitionen teil. Mit dem Hashtag #StopYulin2016 machen die Menschen auf das Yulin Dog Meat Festivals aufmerksam. Die große Opposition besteht aus Tierschutzorganisationen, Einzelpersonen und Berühmtheiten wie Ricky Gervais und anderen Stars, die öffentlich Stellung beziehen, um die Verwaltung von Yulin zu ermutigen, das Festival auf der Stelle zu verbieten.

In Dalian, in der Provinz Liaoning, protestierten am 15. Mai 2016 100.000 Chinesen gegen das Yulin Dog Meat Festival. Mit den Protesten soll der Handel mit Hundefleisch in China ganz gestoppt werden. Meistens sind die Tiere noch nicht tot, bevor sie im Kochtopf landen. Je mehr Schmerzen der Hund oder die Katze erleiden, desto mehr Adrenalin wird im Körper ausgeschüttet. Dies gewährleistet, dass das Fleisch zäh wird.  

Die Brutalität im Handel mit dem Hundefleisch kennt keine Grenzen 


Um einen Hund schlachten zu können, verwenden die Arbeiter Eisenzangen, durch die der Hals des Tieres gezogen wird.

Mit einer Eisenstange oder einem Holzknüppel wird auf den Kopf des Tieres geschlagen, dann schneidet der Arbeiter die Kehle des Hundes durch, damit das Blut fließen kann, und das Fell des Tieres wird mit einer Enthaarungsmaschine entfernt. Diese schreckliche Beschreibung der Tötung beschreibt ein Journalist auf ibtimes.co.uk, der auf seiner Reise in Yulin war. Er bestätigte auch, dass jeden Morgen diese Schlachtungen stattfinden und zwar das ganze Jahr. Massen von Hunden und Katzen, meist gestohlene Haustiere.

"Nicht alle Chinesen essen Hundefleisch und viele Chinesen fordern strengere Gesetze, um den Handel mit Hundefleisch zu verbieten. Seit 2008 hat Peking Hunderte von Millionen Dollar ausgegeben, um im Ausland ein positives Image zu bekommen. Dazu gehören die Olympischen Sommerspiele in Peking, die Expo 2020 in Shanghai oder die Olympischen Winterspiele 2022. Diese Bemühungen sind enorm teuer. Wenn die Chinesische Regierung das Hundefleischfestival in Yulin schließt und verbietet, kann dies das Image Chinas verbessern und es kostet nichts", so der Journalist.

Hier ein Protestvideo aus UK:  

Humane Society International: Pedition gegen Yulin Dog Meat Festival

Diese Petition (Klicke hier) wird versendet an: Den Gouverneur von Yulin GuangXi Provinz China – Herrn Chen Wu Chinesische Minister für Landwirtschaft. An den chinesischen Präsidenten Xi Jinping, den Gouverneur der Provinz Guangxi, Chen Wu, sowie die Mitglieder der chinesischen Zentralregierung:

"Als Bürgerinnen und Bürger aus aller Welt sind wir über die Misshandlung und den Verzehr von Hunden auf dem Yulin-Festival zutiefst erschüttert und fordern Sie dazu auf, dieses umgehend zu verbieten. Millionen chinesischer Bürgerinnen und Bürger befürworten ein Gesetz, das der Hundefleischindustrie Einhalt gebietet, und wir unterstützen ihren Aufruf zur Beendigung dieses brutalen Handels". (Siehe hier

Diese Aktion der 65-jährigen pensionierten Lehrerin bekam 2015 weltweite Aufmerksamkeit.

Foto: Screenshot/Netzfrauen

Xiaoyun fuhr nach Yulin auf die Fleischmärkte mit dem Ziel, so viele Hunde wie möglich zu kaufen. 100 konnte sie retten – sie zahlte dafür US$ 1000 an die Fleischhändler. Nun plant sie, alle diese Hunde zu sich nach Hause zu holen – nach Tianjin, knapp 2000 km weit weg von Yulin.

Die Bemühungen dieser Frau, so viele Hunde vor einem frühen, tragischen Ende zu bewahren, sind ein echter Beweis für die Kraft des Mitgefühls. 

Yang Xiaoyun, nachdem sie die Hunde gerettet hatte

Foto: Screenshot/Netzfrauen
Foto: Screenshot/Netzfrauen

Originalquelle: 

#StopYulin STOPPT DAS HUNDEFLEISCH-FESTIVAL IN YULIN!–STOP THE YULIN DOG MEAT EATING FESTIVAL