Aus der Sichtweise von Gottheiten und Buddhas ist das Herz am wichtigsten

In der Shenlong-Periode von Kaiser Zhongzong (705 – 707 n. Chr.), während der Tang-Dynastie im alten China sollte in Xiang-yang, in der Provinz Hubei, eine Buddhastatue errichtet werden. Viele Menschen, …

In der Shenlong-Periode von Kaiser Zhongzong (705 – 707 n. Chr.), während der Tang-Dynastie im alten China sollte in Xiang-yang, in der Provinz Hubei, eine Buddhastatue errichtet werden. Viele Menschen, die an Buddha oder an Gottheiten glaubten, spendeten für die Statue Geld. Der Koordinator schrieb ihre Namen auf und beabsichtigte die Namen in einen Gedenkstein einzugravieren.

Es gab da auch eine ältere Frau, die sehr arm war, aber ebenfalls eine Spende machen wollte. Sie hatte jedoch nur eine Münze, welche ihr von ihrer Mutter gegeben wurde, bevor sie heiratete. Sie hatte diese Münze über 60 Jahre lang bewahrt und sie war das einzige Geldstück, das sie besaß.

Als diese alte Frau vernahm, dass eine Buddhastatue hergestellt werden sollte, nahm sie diese Münze mit sich, um sie zu spenden. Der Koordinator jedoch wies sie mit den Worten ab, dass eine einzige Münze nicht akzeptiert werden könne, da der Wert zu niedrig sei, um ihn aufzuschreiben. Der alten Frau blieb keine Wahl, also ging sie zu dem Schmelztiegel, in welchem sich das Metall für die Buddhastatue zum Schmelzen befand. Als niemand sie beobachtete, warf sie ihre Münze in den Schmelztiegel hinein. Respektvoll verneigte sie sich in Richtung Schmelztiegel, rief in ihrem Herzen den Namen Buddhas und ging dann weg.

Einige Tage später war die Buddhastatue fertig gestellt. Als die Leute sie genau betrachteten, entdeckten sie, dass die Münze der alten Frau genau auf der Brust der Buddhastatue war. Als eine reiche Person die Münze sah, fühlte er sich unbehaglich und schlug vor, die Münze sollte entfernt werden und so schnitt jemand die Münze aus der Buddhastatue heraus.

Jedoch am Tag darauf, als die Menschen auf die Buddhastatue blickten, entdeckten sie, dass die Münze immer noch dort war. Einige Mönche sagten: „Dies ist in der Tat ein Wunder. Aus dem Blickwinkel von Gottheiten und Buddhas ist das Herz eines jeden das Wichtigste. Weil das Herz der alten Frau so aufrichtig war, ist die Münze an so einem bedeutenden Platz.“ Von da an traute sich niemand mehr zu versuchen, die Münze zu entfernen und sie blieb auf der Brust der Buddhastatue.

Erschienen in The Epoch Times Deutschland Nr. 45/09

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