China marschiert über die indische Grenze ein – Indien reagiert mit Langmut

Chinesische Bodentruppen sind auf indisches Territorium eingedrungen. Der Ministerpräsident der betroffenen indischen Provinz sagt: "An unserer Grenze war es immer friedlich. Wir haben die Einwohner schon gewarnt, sie sollen mehr aufpassen. Ich hoffe, dass unsere Zentralregierung dieser Angelegenheit mehr Aufmerksamkeit schenken kann.“

An der indisch-chinesischen Grenze gibt es Übergriffe, chinesische Bodentruppen sind in der letzten Zeit auf indisches Territorium eingedrungen.

Laut „The Times of India“ hat der Ministerpräsident der indischen Provinz Uttarakhand, Harish Rawat, bestätigt, dass chinesische Truppen in die Region Chamoli in seiner Provinz eingedrungen sind.

Rawat sagte heute der „Asia News International“: „Das macht uns Sorgen. An unserer Grenze war es immer friedlich. Wir haben die Einwohner schon gewarnt, sie sollen mehr aufpassen. Ich hoffe, dass unsere Zentralregierung dieser Angelegenheit mehr Aufmerksamkeit schenken kann.“ Und weiter: „Die gute Nachricht ist, dass die Chinesen einen wichtigen Kanal dort nicht erreicht haben.“

„Asia News International“ berichtete, dass die indisch-tibetische Grenzpolizei ITBP (Indo-Tibetan Border Police) am 19. Juli einen Bericht ans Innenministerium schickte, indem der Einmarsch des chinesischen Militär geschildert wurde.

Der indische Innenminister Kiren Rijiju antwortete, dass die Regierung zuerst abklären muss, ob es um einen „Einmarsch“ oder um eine andere Angelegenheit geht. „Die Regierung wird daran arbeiten“, sagte Rijiju.

Uttarakhand hat mit China eine gemeinsame Grenze von 350 Kilometern. In den letzten Jahren gab es mehrfach Übergriffe der Chinesischen Truppe. Bereits im Juni dieses Jahr waren ca. 250 Soldaten der China’s People’s Liberation Army in die Ostregion Kameng der Provinz Arunachal Pradesh einmarschiert.

Chinesische Journalisten aus Indien ausgewiesen

Laut „The Times of India“ vom 24. Juli hat die indische Regierung in der letzten Woche drei Senior-Journalisten der chinesischen Staatsnachrichtenagentur Xinhua ausgewiesen. Sie müssen Indien vor dem 31. Juli verlassen.

Es ist wahrscheinlich das erste Mal, dass Indien auf diese Art und Weise Journalisten aus Peking rauswirft. Laut Informationen hätten diese drei Journalisten mit falschen Namen nicht-öffentlichen Anlagen besucht. Daher hat die indische Regierung ihnen das Visum gestrichen.