Chinesisches Rotes Kreuz soll Transparenz zeigen

Das Chinesische Rote Kreuz lässt viele rot sehen. Mit dem international bekannten Roten Kreuz hat das Chinesische Rote Kreuz jedoch nichts zu tun. Es untersteht direkt Chinas Regierung. Und darum …

Das Chinesische Rote Kreuz lässt viele rot sehen. Mit dem international bekannten Roten Kreuz hat das Chinesische Rote Kreuz jedoch nichts zu tun. Es untersteht direkt Chinas Regierung. Und darum fragen sich viele, wo das gespendete Geld hinfließt.

Das Chinesische Rote Kreuz hat das Vertrauen der Bevölkerung verspielt. Beim jüngste Erdbeben in Sichuan steht erneut Korruption im Zentrum. Besonders über die mangelnde Transparenz, wie die Spendengelder verwendet werden, runzeln viele die Stirn.

So berichtete die Southern Metropolis Daily von einer Künstlergruppe. Über 80 Millionen Yuan hatte diese beim letzten Sichuan-Beben 2008 an das Chinesische Rote Kreuz gespendet. Bei einer Kunstwerk-Auktion war das Geld gesammelt worden. Nun wollen sie wissen, was mit dem Geld geschehen ist.

Ein Mitglied des Chinesischen Roten Kreuzes erklärte gegenüber NTD, man suche Antworten und werde eine Erklärung abgeben.

Nachdem 2011 ein Skandal bezüglich des Finanzmanagements des Chinesischen Roten Kreuzes aufgedeckt worden war, stand es mit dem Guo Meimei Skandal wieder im Rampenlicht. Guo, eine 20-jährige Mikrobloggerin, gab sich als Geschäftsführerin des Roten Kreuzes aus und postete Bilder, die sie in luxuriösen Autos und Kleidern zeigten. Daraufhin spekulierten viele, sie veruntreue Spendengelder, um ihren zügellosen Lebensstil zu finanzieren. Und das führte zu einem massiven Rückgang der Blutspenden und Mangel an Blutkonserven.

Das Chinesische Rote Kreuz war zur Untersuchung gezwungen und gab eine Stellungnahme heraus: Guo sei kein Mitglied ihrer Organisation. Letzte Woche, am 26. April, dementierte das Chinesische Rote Kreuz Behauptungen, es würde eine Neuuntersuchung des Skandals planen.

In Hongkong wird im Gesetzgebenden Rat heftig über eine 10-Millionen-Euro-Spende gestritten, die Hongkongs Regierungschef Chun-Ying Leung initiiert hat. Die Abgeordneten betonten, natürlich wolle man den Erdbebenopfern helfen, geichzeitig sei man aber darüber besorgt, wohin das Geld fließe.