Zeugin bestätigt die Existenz eines Konzentrationslagers in Sujiatun und die Organentnahme an lebenden Menschen zur direkten Transplantation

Exklusiv-Interview

Nachdem ein chinesischer Journalist und Insider am 9. März 2006 erste Fakten über das Konzentrationslager in Sujiatun bei der Provinzhauptstadt Shenyang in der Chinesischen Provinz Liaoning enthüllte, meldete sich dazu am 17. März bei der Epoch Times eine weitere Zeugin.

Eine ehemalige Angestellte des „Liaoning Behandlungszentrums für thrombotische Erkrankungen durch Kombination der chinesischen und westlichen Medizin“ in Sujiatun sagte der Epoch Times in einem Interview, dass das „Sujiatun-Konzentrationslager“, in dem Falun Gong-Praktizierenden die Organe entnommen und die Leichname dann eingeäschert werden, ein Teil dieses Klinikums sei. Eines ihrer Familienmitglieder sei seit 2001 über mehrere Jahre an solchen Operationen zur Organentnahme beteiligt gewesen. Weil dies zu unerträglichen seelischen Qualen geführt habe, sei es dieser Person schließlich unerträglich geworden, weiter an diesen Untaten teil zu nehmen.
Die Zeugin fühlt sich als ehemalige Mitarbeiterin dieses Krankenhauses verpflichtet, die ihr bekannt gewordenen Verbrechen aufzudecken, um dadurch die noch lebenden Menschen retten zu können.

Interview mit der Zeugin, die aus Sicherheitsgründen noch ihre Anonymität in der Öffentlichkeit wahren möchte:

Epoch Times: Wie haben Sie von dem Konzentrationslager in Sujiatun erfahren? Sind Sie selbst Ärztin, die direkt an der Entnahme von Organen beteiligt war?
Zeugin: Ich arbeite selber in dem „Liaoning Behandlungszentrum für thrombotische Erkrankungen durch Kombination von chinesischer und westlicher Medizin“ in Suijatun, in dem sich das Konzentrationslager befindet. Eines meiner Familienmitglieder war persönlich an solchen Operationen zur Organentnahme beteiligt. Dies hat meiner Familie enorme Schmerzen bereitet.
Epoch Times: Bitte erzählen Sie uns, was Sie darüber erfuhren.

Zeugin: Im Jahr 2001 hatte unser Krankenhaus damit begonnen, Falun Gong-Praktizierende festzuhalten. Anfangs wurden diese Menschen in den einstöckigen Gebäuden im Hinterhof des Krankenhauses gefangen gehalten. Später hat die Klinikleitung diese einstöckigen Gebäude abgerissen, und wir erfuhren nicht, wohin innerhalb des Krankenhauses die Falun Gong-Praktizierenden gebracht worden waren. Die Angestellten des Krankenhauses erzählten sich untereinander, dass diese Falun Gong-Praktizierenden heimlich in die unterirdischen Räume des Krankenhauses gebracht worden seien.
In der Zeit berichtete uns der für Logistik und Einkauf zuständige Mitarbeiter des Krankenhauses, dass die Nachfrage der Klinikleitung an sterilen Handschuhen, wie sie für Operationen gebraucht werden, und Hilfsmittel für die täglichen Operationen dramatisch angestiegen sei. Die Logistiker des Krankenhauses schätzten aufgrund der Menge des angestiegenen Bedarfs in jener Zeit, dass mindestens 6.000 Falun Gong-Praktizierende im Krankenhaus gefangen gehalten wurden.
Da sich diese Falun Gong-Praktizierenden nicht in dem 4-stöckigen Gebäude für die stationären Patienten oder im Hauptgebäude im vorderen Teil des Krankenhauses befanden, erschienen sie nicht im Gesichtsfeld des Klinikpersonals. Wir sahen nur gelegentlich Falun Gong-Praktizierende, die auf einem mobilen, zur Intensivbehandlung ausgerüsteten Bett in den ersten Stock zur Untersuchung gebracht wurden. Diese Menschen waren sehr schwach. Was die große Mehrzahl der Falun Gong-Praktizierenden betraf, so wusste niemand von uns, wo man sie versteckt hielt. Manche Klinikangestellte versuchten es herauszufinden, indem sie der Leitung Fragen stellten, wozu so viele Lebensmittel und sterile Handschuhe und Hilfsmaterialien gekauft würden. Von der Klinikleitung bekamen sie darauf zur Antwort: „Kümmern Sie sich nur um Ihre Arbeit, darüber hinaus brauchen Sie keine weiteren Fragen zu stellen.“
Im gleichen Jahr 2001 begann eines meiner Familienmitglieder bei den Operationen zur Organentnahme mitzuwirken. Dieses Familienmitglied versuchte zu Anfang, mich nichts darüber wissen zu lassen. Die Klinikleitung wählte für die heimlichen Operationen nur solche Ärzte aus, die von verschiedenen Aspekten her als besonders vertrauenswürdig galten. Nach einiger Zeit bemerkte ich, dass mein Verwandter immer mehr unter psychischen Qualen, wie Alpträumen und Panikattacken, litt. Nach meinen stetig wiederholten Fragen erzählte mir das Familienmitglied schließlich die Wahrheit.
Der Leiter der Klinik hatte mein Familienmitglied Anfang 2001 angewiesen, an der Organentnahme an Falun Gong-Praktizierenden mitzuwirken. Es war zwei Jahre später, im Jahr 2003, als dieses Familienmitglied mir das gestand. Das Familiemitglied litt ständig darunter, an dieser Sache beteiligt zu sein. Schließlich wurde es ihm unerträglich, weiter mit diesem teuflischen Verfahren fortzufahren. Er entschied sich, ins Ausland zu gehen, um von dieser Sache los zu kommen.
Mein Familienmitglied sagte zu mir: „Du kannst dir meine Pein nicht vorstellen. Diese Falun Gong-Praktizierenden haben noch gelebt. Es wäre vielleicht leichter für mich gewesen, wenn sie tot gewesen wären, aber sie haben gelebt!“
Epoch Times: Waren noch weitere Ärzte des Krankenhauses an der Entnahme von Organen beteiligt?
Zeugin: Ich weiß, dass mehrere daran beteiligt waren. All diese Dinge wurden heimlich durchgeführt. Viele der in diese Sache verwickelten Ärzte in unserem Krankenhaus waren Praktikanten, die von anderen Hospitälern geschickt worden waren. Weil die Regierung keine Verantwortung für Körper und Leben der Falun Gong-Praktizierenden tragen möchte, wird ihr Leben von dem Regime wie Dreck behandelt, und ihre Körper wurden den neuen Ärzten, die ihr Praktikum machten, für Experimente zur Verfügung gestellt.
Viele Ärzte sind gekommen und haben die Klinik wieder verlassen, weil sie so sehr darunter litten, in diese Dinge verwickelt zu sein. Sie haben entweder darum gebeten, an einen anderen Ort versetzt zu werden, oder sie gingen weg und haben ihre Identität verheimlicht. Manche mögen ermordet worden sein, um sie als Zeugen zu beseitigen, ihre Daten wurden in den Personalakten der Klinik gelöscht oder verändert. Niemand kann sagen, wo diese Ärzte geblieben sind.
Das gesamte Klinikpersonal weiß, dass der hintere Teil der Klinik ein verbotenes Gelände ist. Es wird ständig bewacht. Das Personal vermeidet, über diesen Ort zu sprechen.
Epoch Times: Wissen andere Mitarbeiter des Krankenhauses von der Existenz des Konzentrationslagers?
Zeugin: In diesem Krankenhaus führen nur wenige Funktionäre und ein Teil von Ärzten im Geheimen die Operationen zur Organentnahme durch. Einige Mitarbeiter wissen davon, doch es ist ein Tabuthema und aus Angst um das eigene Leben und um nicht in die Sache verwickelt zu werden, vermeiden sie es darüber zu reden. Nur Ärzte, die als sehr vertrauenswürdig gelten, wurden als Chirurgen ausgewählt, um die Operationen zur Entnahme von Organen durchzuführen.
Epoch Times: Lebten die Opfer noch, als ihnen die Organe entnommen wurden? Erfuhren ihre Familiemitglieder davon?
Zeugin: Die in diesem „Konzentrationslager“ festgehaltenen Falun Gong-Praktizierenden kamen meisten aus dem Dabei-Gefängnis, dem Masanjia-Arbeitslager und anderen Gefängnissen der Stadt Shenyang, oder sie wurden im Park oder in ihrer Wohnung verhaftet. Da diese Falun Gong-Praktizierenden ohne Haftbefehl festgenommen wurden, erhielten auch ihre Familieangehörigen keine Nachricht; manche wurden gar nicht namentlich identifiziert. Außerdem ist es für die chinesischen Gefängnisse nichts besonderes, wenn ein Falun Gong-Praktizierender zu Tode gefoltert wird, da das chinesische Regime die Weisung gegeben hat, einen Mord an Falun Gong-Praktizierenden nicht zu ahnden. Das chinesische Regime verfolgt Falun Gong, doch den medizinischen Mitarbeitern wird gesagt, dass diese Falun Gong-Praktizierenden zum Tode verurteilt worden seien, weil sie einen Mord oder eine andere Straftat begangen hätten, oder sie seien dem Sterben nahe, weil sie durch ihre Kultivierungspraxis wahnsinnig geworden seien.
Weil ein Organ, das von einem lebenden Körper stammt, im Wert höher steht als das eines Toten, wurden vielen Falun Gong-Praktizierenden die Organe schon entnommen, bevor sie ganz gestorben waren. Manche wurden sofort eingeäschert, um keine Spuren zu hinterlassen; bei anderen vernähten die Ärzte die Wunden der Organentnahme und die Opfer wurden erst eingeäschert, nachdem ihre Familiemitglieder eine Einwilligung zur Verbrennung unterschrieben hatten. Von der Organentnahme erfuhren die Familiemitglieder nichts.
Den Falun Gong-Praktizierenden, die in den Gefängnissen anderer Städte oder Provinzen inhaftiert gewesen waren, wurden, obwohl sie eigentlich gesund waren, insgeheim Psychopharmaka gespritzt, was sie in einen verwirrten Zustand versetzte. Daraufhin wurden sie dann in das „Sujiatun-Konzentrationslager“ überführt, wo sie weitere Folter erleiden mussten, bis ihnen schließlich die Organe entnommen und sie heimlich verbrannt wurden.
Diejenigen, denen Organe entnommen wurden, befanden sich in unterschiedlichem gesundheitlichem Zustand. Da viele der Opfer ohne Haftbefehl und Rechtsgrundlage festgenommen worden waren, wurden sie auch nicht identifiziert. Nach der Organentnahme wurden die sterblichen Überreste in der Regel von niemandem, oder von Menschen entgegengenommen, die sich als Verwandte ausgaben.
Bisher konnte keiner dem Lager lebend entkommen. Zwei Drittel der Gefangenen starben nach der Entnahme von Herzen, Nieren, der Hornhaut der Augen oder der Haut – ihre Leichen wurden verbrannt. Ich schätze, dass heute noch immer rund 2.000 Falun Gong-Praktizierende in diesem Krankenhaus eingesperrt sind. Ich befürchte, dass das Regime sie alle töten lassen wird, um sämtliche Beweise auszulöschen.
Epoch Times: Es wird erzählt, dass dieses Krankenhaus mit einem Verbrennungsofen ausgestattet ist und Menschen nach Organentnahmen lebend verbrannt wurden, stimmt das?
Zeugin: Mitarbeiter unseres Krankenhaus nennen das einen „Verbrennungsofen“. Eigentlich ist das ein Kesselraum. Es sind arme Bauern aus der Nähe von Sujiatun hier angestellt. Als sie ankamen, besaßen diese Menschen fast gar nichts. Aber schon nach kurzer Zeit konnten sie mit einigen Armbanduhren, Ringen oder Halsketten aufwarten, und sie stellen eine relativ große Anzahl dar. Mitarbeiter unseres Krankenhauses sind der Meinung, dass diese Schmuckstücke und Armbanduhren von den Leichen der Falun Gong-Praktizierenden stammen, denen man die Organe entnahm, bevor sie in den Verbrennungsofen geworfen wurden. Diese Mitarbeiter erzählten auch, manche wären noch am Leben gewesen, sie wurden trotzdem in den Ofen geworfen und verbrannt.
Epoch Times: Werden bei Operationen Betäubungsmittel verwendet?
Zeugin: Ja. Doch in den Krankenhäusern auf dem Festland China gibt es eine Beschränkung der Menge an Betäubungsmitteln. Normalerweise ist die gelieferte Menge der Betäubungsmittel abhängig von der Anzahl der Patienten in einem Krankenhaus. Offiziell gibt es in unserem Krankenhaus nicht so viele Patienten und die Anzahl der registrierten Operationen ist auch nicht so hoch. Aber das Rüstzeug und die verbrauchten Mittel für Operationen sind beträchtlich. Weil die Liefermenge an Narkotika beschränkt ist, kann es keine angemessenen Dosen bei diesen im Geheimen durchgeführten Organentnahmen geben. Um Betäubungsmittel zu sparen, werden den Falun Gong-Praktizierenden vor den Operation nur sehr niedrige Dosen gespritzt. Und bei vielen der Operierten, werden den noch lebenden Körpern die Organe entnommen. Man kann sich kaum vorstellen, was für Schmerzen diese Menschen erleiden mussten.
Epoch Times: Gibt es unter diesen seit 2001 eingesperrten 6.000 Menschen noch Überlebende?
Zeugin: Keiner von ihnen kann lebend dem Lager entkommen. Die Zahl der dort eingesperrten Falun Gong-Praktizierenden wird immer geringer. Aber ich glaube, dieses Verbrechen, die Organe von Gefangenen zu entnehmen, wird immer noch weiter fortgesetzt.
Epoch Times: Wohin werden diese Organen verkauft? Weiß die obere Schicht des Regimes davon?
Zeugin: Die meisten werden nach Thailand verkauft; ich denke, auch in andere Länder. Jetzt gibt es in China viele Patienten, die eine Haut-, Augenhornhaut- oder Nieren-Transplantation benötigen, viele stehen auf der Warteliste für Organtransplantationen. Derzeit erzielt eine Niere einen Preis von 30.000 bis 100.000 Dollar. Der Profit bei diesem Geschäft ist einfach zu groß. Diejenigen, die davon profitieren, sind nicht nur in den oberen Schichten der Krankenhäuser und unter den Parteifunktionären der KP in den Gesundheitsbehörden zu finden. Hierbei handelt es sich um ein kollektives Verbrechen, das die ganze Nation betrifft; von hohen Regierungsbeamten und Ärzten bis hin zu den Organhändlern – sie alle sind in das Geschäft verwickelt und ihr Gewinn ist immens.
Epoch Times: Warum werden vornehmlich Falun Gong-Praktizierende als Quelle für die Organentnahme ausgewählt?
Zeugin: Weil viele Falun Gong-Praktizierende verhaftet wurden, ohne ihre Familiemitglieder darüber zu informieren. Daher wird niemand auf ihren Leichnam Anspruch erheben.
Epoch Times: Warum sind Sie bereit, diese Sache bekannt zu machen? Das wird Sie wahrscheinlich in Gefahr bringen.
Zeugin: Ich weiß, dass bis jetzt noch Falun Gong-Praktizierende in unserem Krankenhaus eingesperrt sind. Ich hoffe, dass diese Sache schnell von der internationalen Gemeinschaft aufdeckt und diese Menschen noch gerettet werden können. Weiterhin möchte ich einen Teil der Schuld meiner Familiemitglieder durch das Enthüllen dieser Sache abtragen!
Ich selber bin keine Falun Gong-Praktizierende. Doch als Mitarbeiterin dieses Krankenhauses fühle ich mich verpflichtet, diese Sache aufzudecken und die Wahrheit ans Licht zu bringen, damit diese Menschen, die noch am Leben sind, gerettet werden können. Die entnommenen Organe der Falun Gong-Praktizierenden leben noch immer in den Körpern der Patienten, aber sie selbst starben durch dieses Verbrechen. Ich hoffe, dass die Öffentlichkeit diesem Fall die nötige Aufmerksamkeit schenkt, um diese schrecklichen Schandtaten so schnell wie möglich zu beenden.
****************************

Liaoning Behandlungszentrum für thrombotische Erkrankungen durch Kombination der chinesischen und westlichen Medizin

Das „Liaoning Behandlungszentrum für thrombotische Erkrankungen durch Kombination der chinesischen und westlichen Medizin“ wurde 1988 gegründet. Das Zentrum verfügt über 27 klinische Abteilungen und zwei pharmazeutische Labors und ist die führende Spezialklinik für die Behandlung thrombotischer Erkrankungen in China. Sie zählt zu den wichtigsten Kliniken in der Provinz Liaoning und ist die Ausbildungsklinik des Liaoning TCM Institutes. http://www.thrombusres-cn.net
Adresse des Behandlungszentrums:
Xuesong Road 49, Stadtteil Sujiatun, Shenyang 110101, Provinz Liaoning