China: Gifte in Fischen vom Yangtse Fluss gefunden

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Epoch Times17. September 2010

In einer Studie der Umweltschutzorganisation Greenpeace wurden bei Wildfischen entlang des Yangtse Flusses eine Reihe schädlicher Chemikalien gefunden.

Forscher testeten zwei häufig gegessene Fische – Karpfen und Wels – in vier Städten entlang der oberen, mittleren und unteren Abschnitte des Flusses.

Fast alle Fische enthielten Alkylphenole, die in  Reinigungsmitteln und bei der Textilherstellung gebraucht werden. Es wurden auch perfluorierte Kohlenstoff-Verbindungen, wie PFOS, gefunden, die in Kunststoffprodukten und fettabweisender Beschichtung verwendet werden.

Eine Umweltschützerin von Greenpeace China, Wu Yixiu, erzählte Radio Free Asia, dass diese Chemikalien eine langfristige Bedrohung für die Umwelt darstellen.

[Yixiu Wu, Umweltschützerin, Greenpeace China]:
„Auf der einen Seite werden diese Chemikalien in hohem Maße in der Produktion eingesetzt. Auf der anderen Seite, was sehr wichtig ist, sind sie sehr schwer in der Umwelt abzubauen, und können über die ganze Welt weitergetragen werden. Sie können von Frachtern aufgenommen werden, und werden z.B. bei der Abwasser-Reinigung nicht abgebaut.“

Alkylphenole wie Nonylphenol (NP) und Octylphenol (OP) sind dafür bekannt, Hormone zu stören. Bei einigen Arten kann die sexuelle Entwicklung verändert werden. PFOS werden mit veränderter Schilddrüsenfunktion und abnehmender Spermienanzahl beim Menschen in Verbindung gebracht.

Wu sagt, dass die Verwendung dieser gefährlichen Chemikalien weltweit abgenommen hat. In China ist das aber nicht der Fall.

[Yixiu Wu, Umweltschützerin, Greenpeace China]: „PFOS, NP und OP wurden zu streng überwachten Chemikalien in vielen Ländern, und ihre Verwendung ist eingeschränkt oder völlig verboten. Aber in China, haben wir keine Überwachung oder Verordnung bezüglich dieser Chemikalien, deshalb ist ihre Präsenz im Anstieg.“

Nach der Veröffentlichung der Studie, brachten die chinesischen staatlichen Medien mehrere Berichte mit Experten Meinungen. Demnach wäre das Niveau der entdeckten Chemikalien nicht hoch genug, um Menschen zu schaden.

Wu sagt, die Behörden sollten sich auf  Verordnungen zur Verwendung und Entsorgung dieser schädlichen Giftstoffe konzentrieren, anstatt die öffentliche Besorgnis zu zerstreuen.

Der Yangtse ist Chinas längster Fluss, und versorgt 400 Millionen Menschen und 186 Städte mit Wasser. Er ist auch Standort für fast die Hälfte der chemischen Unternehmen des Landes.

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