Peking: Nach „Sanchi“-Untergang breiten sich im Meer vier Ölteppiche aus

Nach dem Tankerunglück vor der Ostküste Chinas haben sich vier Ölteppiche ausgebreitet. Der iranische Öltanker "Sanchi" war am 6. Januar auf hoher See mit einem chinesischen Frachter zusammengestoßen und sofort in Brand geraten.

Nach dem Tankerunglück vor der Ostküste Chinas haben sich vier Ölteppiche ausgebreitet. Die chinesische Meeresbehörde teilte am Mittwochabend mit, die Ölteppiche seien insgesamt 101 Quadratkilometer groß.

Die Behörde versucht nach eigenen Angaben, eine Ausbreitung des Öls zu verhindern und die Umweltschäden zu untersuchen. Am Dienstag hatte die Behörde noch von zwei Ölteppichen gesprochen, die 69 Quadratkilometer bedeckten. Außerdem sei auf einer Fläche von 40 Quadratkilometern „vereinzelt“ Öl gesichtet worden.

Der iranische Öltanker „Sanchi“ war am 6. Januar auf hoher See mit einem chinesischen Frachter zusammengestoßen und sofort in Brand geraten. Alle 32 Besatzungsmitglieder – 30 Iraner und zwei Bangladescher – kamen dabei vermutlich ums Leben. Nach mehreren Explosionen sank die „Sanchi“ am Sonntag.

Wie das chinesische Verkehrsministerium am Mittwochabend mitteilte, liegt das Wrack in 115 Metern Tiefe auf dem Meeresgrund. Das Ministerium will das Wrack nun mit Unterwasser-Robotern untersuchen.

Die „Sanchi“ hatte 136.000 Tonnen Ölkondensat – ein besonders hochwertiges Leichtöl – und bis zu tausend Tonnen Schweröl als Treibstoff an Bord. Das Schiff sank, bevor die Ladung komplett verbrannt war.

Nach dem Unglück hatten die chinesischen Behörden zunächst beteuert, dass die Umweltauswirkungen durch das austretende Leichtöl begrenzt seien. Experten warnten jedoch vor einer Umweltkatastrophe von historischem Ausmaß. (afp)