„China plant 3. Weltkrieg, um Regime zu retten“

Der Überlebenskampf des chinesischen Regimes nimmt immer bizarrere Formen an: Während es über die Machtkämpfe innerhalb der Kommunistischen Partei Chinas (KPCh) nichts Neues gibt, werden eifrig Pläne geschmiedet, mit welchen Manövern man noch von der internen Krise ablenken könnte. „Ein dritter Weltkrieg wäre vorteilhaft für China“, ist laut Hongkonger Medien derzeit eine populäre Meinung auf verschiedenen Ebenen des Regimes. Außerdem soll eine neue Überwachungszone in der Chinesischen Südsee eingerichtet werden.

Noch eine Überwachungszone
Die Hongkonger Politikzeitschrift Zheng Ming berichtete in ihrer Januar-Ausgabe: „Chinas Militär bereitet heimlich eine maritime Überwachungszone in der Chinesischen Südsee vor. Gleichzeitig werden auch geheime Verhandlungen bezüglich einer Militärkooperation mit Taiwan geführt.“ Der genaue Zweck der Verhandlungen sei jedoch nicht bekannt. Zheng Ming berief sich auf einen Insider aus dem Pekinger Führungskreis.
Die anonyme Quelle sagte weiter: „Innerhalb der KPCh herrscht die Meinung, dass Chinas innenpolitische Konflikte bereits zu einem unlösbaren Ausmaß angewachsen sind. Deshalb halten manche einen Krieg für die mögliche Lösung.“ Die Ansicht „ein dritter Weltkrieg wäre vorteilhaft für China“, zirkuliere gerade auf verschiedenen Ebenen der KPCh – vom hohen Führungskreis bis zum kleinen Mitglied. Das neueste Gerücht sei außerdem, die USA würden die Bombardierung Pekings planen.
USA unterstützen Vietnam und Philippinen
Fakt ist, dass sich die USA auf die Einrichtung von Chinas Südsee-Überwachungszone vorbereiten: Militärische Beziehungen zu Vietnam und den Philippinen wurden aus diesem Grund verstärkt. Ende 2013 besuchte US-Außenminister John Kerry die Philippinen und sicherte dem Inselstaat Unterstützung in Höhe von 40 Millionen US-Dollar zu, die sie zu ihrem Schutz verwenden sollen. Den Vietnamesen versprach er insgesamt 32,5 Millionen US-Dollar, davon 18 Millionen für die Aufrüstung der Marine.
Will Peking Schiffe versenken?
Zu möglichen Kriegs-Auslösern befragte Zheng Ming einen Militärforscher aus Peking, der meinte: Als Zündfunke eines dritten Weltkriegs wäre nicht der Zusammenstoß chinesischer und japanischer Militärflugzeuge über dem Ostchinesischen Meer in Planung, sondern eine Militärschiff-Kollision im Südchinesischen Meer zwischen China und den USA. Diese würde im Fall des Falles inszeniert werden.
Variante Nr. 2 könnte die Versenkung eines philippinischen Schiffes durch ein chinesisches Schiff oder U-Boot sein. Die Amerikaner würden sich in den Konflikt einschalten und eine bewaffnete Auseinandersetzung zwischen China und den USA wäre die Folge, so der Insider, der anonym bleiben wollte.
Alte Propaganda-Masche
Das Gerücht, Amerika plane einen Angriff auf China, kam laut Beobachtern schon vor dem „Dritten Plenum“ der KPCh im November in Umlauf. Vor der politisch wegweisenden Tagung wurde bewusst das Bild vom Erzfeind USA hochgehalten, um die gespaltene Partei zusammenzuschweißen.