Transplantation in China: „Die Niere stammt von einem Falun Gong-Praktizierenden“

  In China werden nach den USA jährlich die meisten Organtransplantationen durchgeführt. Schon lange gibt es die Frage, woher diese vielen Organe stammen. Nach Aussage der Regierung in China werden …

 

In China werden nach den USA jährlich die meisten Organtransplantationen durchgeführt. Schon lange gibt es die Frage, woher diese vielen Organe stammen. Nach Aussage der Regierung in China werden die Organe von Hingerichteten zum Zweck der Transplantation entnommen. Auch wenn diese Handlung eine massive Missachtung der Menschenwürde ist, ist dies leider noch lange nicht die ganze Wahrheit. Die chinesischsprachige Epoch Times, Dajiyuan, veröffentlichte am 27. Juli zwei Zeugenberichte, die besagen, dass die Organe von Falun Gong-Praktizierenden für Transplantationen verwendet werden.
Organraub ist in China ein äußerst empfindliches Thema und die relevanten Suchbegriffe sind im chinesischen Internet streng zensiert. Dajiyuan hat in den Zeugenberichten keine Namen erwähnt.
Aussage eines Transplantationspatienten
Der erste Zeuge, nennen wir ihn einfach Herrn A, hat im Jahr 2004 eine Nierentransplantation gehabt. Bei einem Privatgespräch wurde er gefragt, ob er wisse, von wem die Niere stamme. Darauf antwortete er: „Ja, das weiß ich. Von einem Falun Gong-Praktizierenden, einem 23-jährigen jungen Mann“.
Nach Erklärung von Herrn A habe er kurz vor einem Nierenversagen gestanden. Im Jahr 2004 habe er einen Freund getroffen, der bereits eine Nierentransplantation hinter sich hatte. Dieser Freund habe ihm vorgeschlagen, sich im Peking University Third Hospital (PUTH) eine Niere transplantieren zu lassen. A meinte, dass dieser Freund den Vorschlag noch weiteren Patienten gemacht habe.
Herr A sei danach zum PUTH gegangen. Er habe gesehen, dass es auf einem großen Bildschirm im Krankenhaus Berichte über die Anzahl der erfolgreichen Leber-, Herz- und Nierentransplantationen gab. Nachdem das Thema Organraub in China die Aufmerksamkeit der internationalen Gemeinschaft erregt hat, sind diese Informationen verschwunden.
Herr A meinte, dass es damals Dutzende Transplantationspatienten im PUTH gegeben habe. Nach etwa einer Woche Aufenthalt sei er mit einem anderen Patienten für die Nierentransplantation in ein Krankenhaus in der Stadt Rizhao in der Provinz Shandong überwiesen worden. In diesem Krankenhaus habe es auch Dutzende Transplantationspatienten gegeben. Zunächst sei ihnen erklärt worden, dass die Organe für die Transplantationen von Hingerichteten stammen. Später wusste jedoch fast jeder, dass sie von Falun Gong-Praktizierenden stammen. Schon einige Tage nach der Operation mussten die Patienten das Krankenhaus verlassen, um Platz für den nächsten Ansturm frei zu machen.
Der Angehörige einer Krankenschwester berichtet
Der andere Zeuge ist der Angehörige einer Krankenschwester vom Beijing YouAn Hospital der Capital Medical University. Dieser Zeuge meinte, dass diese Krankenschwester zwischen 2003 und 2006 mit einer anderen Krankenschwester und einem Arzt überall im Land von angeblich Hingerichteten Organe entnommen habe. Fast jede Woche habe die Krankenschwester diese Aufgabe gehabt. Die angeblich Hingerichteten seien zwischen 30 und 40 Jahre alt gewesen. Es haben keinerlei Namen oder Krankenakten vorgelegen. Den Krankenschwestern sei erklärt worden, dass dies ein Staatsgeheimnis sei, das sie niemandem erzählen dürfen. Die Krankenschwestern und die Ärzte seien zu dieser Zeit sehr gut bezahlt worden. Einmal habe der Arzt zusätzlich zu den Organen noch ein paar Netzhäute entnommen und dadurch seine eigene Tasche gefüllt. Nach dem Jahr 2006 sei die Anzahl solcher Aufgaben deutlich gesunken.
Schockierende Daten
Im Jahr 2006 berichtete Epoch Times zum ersten Mal über Organraub in China. Diese unfassbaren Untaten haben die Aufmerksamkeit der internationalen Gemeinschaft erregt. Der Menschenrechtsanwalt David Matas und der Politiker David Kilgour aus Kanada veröffentlichten gemeinsam einen Bericht über den Organraub an Falun Gong-Praktizierenden in China. Darin steht, dass es in den Jahren 2000 bis 2005 60.000 Organtransplantationen in China gegeben hat. Die Herkunft von 41.500 der verwendeten Organe ist ungeklärt. Außerdem gibt es zahlreiche Hinweise, dass die Organe von Falun Gong-Praktizierenden in China illegal entnommen und zur Transplantation verwendet worden sind.
Falun Gong ist eine friedliche buddhistische Kultivierungsschule, die ab dem Jahr 1999 vom Regime der KPCh verfolgt wurde. Zu Beginn der Verfolgung gab es nach inoffizieller Statistik 100 Millionen Praktizierende. Diese Verfolgung dauert bis heute an.
Mit Material von Dajiyuan, chinesischsprachige Epoch Times:
北京肾移植者:器官来自年轻法轮功学员