China News - Menschenrechte – Chinesische Behörden gehen mit Härte gegen Bauernproteste vor – Gillian Wong
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Enteignungen Chinesische Behörden gehen mit Härte gegen Bauernproteste vor

Gillian Wong

15.12.2011

Die Proteste in China reißen nicht ab. Eine Straßensperre der Behörden auf einer Straße nach Wukan, Guangdong. Ein Demonstrant der Bauernproteste starb in Gewahrsam der Behörden. Foto: Peter Parks/AFP/Getty Images
Die Proteste in China reißen nicht ab. Eine Straßensperre der Behörden auf einer Straße nach Wukan, Guangdong. Ein Demonstrant der Bauernproteste starb in Gewahrsam der Behörden.

Foto: Peter Parks/AFP/Getty Images

Peking – Die chinesischen Behörden wollen mit aller Härte gegen Bauernproteste in einem südlichen Dorf der Provinz Guangdong vorgehen. Zugleich solle, nach einer Meldung der staatlichen chinesischen Nachrichtenagentur, gegen örtliche Funktionäre wegen der Enteignung von Land ermittelt werden, die eine Ursache der Proteste in dem Fischerdorf Wukan sind, so der geschäftsführende Bürgermeister der Stadt Shanwei, Wu Zili.

Demonstranten haben das 20.000 Einwohner zählende Fischerdorf praktisch seit September übernommen, nachdem örtliche Funktionäre entweder vor ihnen die Flucht ergriffen, sich mit dem Geld aus Landverkäufen davonmachten oder entlassen wurden. Bei den Protesten wurden Fensterscheiben eingeworfen, es gab Zusammenstöße mit der Polizei. In den folgenden Monaten reichten die Dorfbewohner Petitionen ein und trafen sich mit ranghöheren Kommunalpolitikern.

Keine Lebensmittel erreichen den Ort

Die jüngsten Unruhen begannen vor fünf Tagen, als die Polizei die nach Wukan führenden Straßen absperrte. Auch Lebensmittellieferungen werden nicht durchgelassen, berichteten Dorfbewohner telefonisch.

Am Sonntag erlag ein Mann, der an den Protesten im September teilgenommen haben soll, in Polizeigewahrsam einem Herzinfarkt, berichteten amtliche Medien. Dorfbewohner vermuten, dass Xue Jinbo in der Haft geschlagen wurde.

Streit um Bauland für Industrie- und Wohngebiete ist inzwischen eine der häufigsten Ursachen für Proteste in China.

(dapd)

 

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