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Exportabhängigkeit Chinesische Konjunkturdaten enttäuschen

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10.09.2012

Chinesische Konjunkturdaten enttäuschen Foto: © 2012 AP. Photographer: Andy Wong/AP/dapd
Chinesische Konjunkturdaten enttäuschen

Foto: © 2012 AP. Photographer: Andy Wong/AP/dapd

Peking – Der einstigen Konjunktur-Lok China fehlt es immer mehr an Zugkraft. Aktuelle Wirtschaftsdaten haben die Einschätzung von Experten bestätigt, dass die Volksrepublik die schwächelnde Weltwirtschaft nicht mehr wie im Krisenjahr 2009 mehr oder weniger im Alleingang anschieben kann. Wie sehr die Schuldenkrise in Europa und die nur zögerliche wirtschaftliche Erholung in den USA der Exportnation zu schaffen machen, zeigte sich am Montag bei den Im- und Exportzahlen. Die Einfuhren sanken im August überraschend, der Anstieg bei den Exporten fiel enttäuschend gering aus. Der chinesische Präsident Hu Jintao rechnet damit, dass der Negativtrend anhalten dürfte.

Volkswirte hatten bei den Importen im August zumindest ein Plus im einstelligen Bereich erwartet. Stattdessen fielen die Einfuhren um 2,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Das sind besonders für Exporteure in Südostasien, in Australien und Brasilien schlechte Nachrichten, für die der Rohstoffhunger der Chinesen angesichts der anämischen Wirtschaft in Europa bislang eine zuverlässige Größe war. Die chinesischen Ausfuhren legten im August zwar um 2,7 Prozent zu, in den vergangenen Jahren lag der Anstieg hier allerdings im zweistelligen Bereich.

Das Wirtschaftswachstum Chinas ist im Vergleich zu dem in Europa und Nordamerika zwar noch immer beträchtlich. Doch der Trend ist beunruhigend. Im zweiten Quartal dieses Jahres wurde beim Wachstum ein Drei-Jahres-Tief von 7,6 Prozent erreicht. Für das Gesamtjahr strebt die Kommunistische Partei einen Wert von 7,5 Prozent an, einige Volkswirte halten ein Wachstum von bis zu acht Prozent für möglich.

Beim Gipfeltreffen der Asiatisch-pazifischen Wirtschaftsgemeinschaft (APEC) in Wladiwostok hatte Hu eingeräumt, dass China Probleme bei der Schaffung von Arbeitsplätzen habe. Die Weltwirtschaft stehe vor wichtigen Weichenstellungen. Es müssten große Schwierigkeiten überwunden werden, um eine vollständige Erholung und stetiges Wachstum zu erreichen, sagte Hu am Sonntag. Mit einer Stärkung der heimischen Nachfrage werde Peking für ein robustes Wachstum und Preisstabilität sorgen. Zugleich solle die Exportabhängigkeit der chinesischen Wirtschaft verringert werden.

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