Aktuelle Nachrichten – China - Menschenrechte
09.12.2009
Foto: The Epoch Times
Peking – Nach einem Jahr Haft ohne Anklage soll der prominente chinesische Dissident Liu Xiaobo wegen Subversion des Staates vor Gericht kommen. Die Polizei habe ihre Ermittlungen abgeschlossen, teilte Lius Anwalt Shang Baojun am Mittwoch mit. Die Staatsanwaltschaft hat nun einen Monat Zeit, den polizeilichen Bericht von 1. Dezember zu prüfen. Bei einer Anklage drohen dem Dissidenten bis zu 15 Jahre Haft.
Der frühere Universitätsprofessor verbrachte wegen der studentischen Protestbewegung von 1989 insgesamt 20 Monate im Gefängnis. Er wurde am 8. Dezember 2008 in Polizeigewahrsam genommen, einen Tag bevor ein von ihm mitverfasster Aufruf für mehr Demokratie und politische Reformen in China verbreitet wurde. Mehr als 300 Juristen, Schriftsteller, Wissenschaftler und Künstler sprachen sich in der „Charta 08“ für eine neue Verfassung aus. Erst im Juni wurde Liu offiziell verhaftet. In seinen zumeist im Internet veröffentlichten Schriften forderte er Grundrechte und politische Reformen. (AP)
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