Aktuelle Nachrichten – China - Medien
15.05.2008
Peking – Nach kritischer Berichterstattung über das Verhalten eines Behördenmitarbeiters ist ein chinesischer Journalist zu vier Jahren Haft verurteilt worden. Qi Chonghuai wolle das Urteil anfechten, teilte sein Anwalt am Donnerstag mit. Qi war im Juni vergangenen Jahres festgenommen und wegen Erpressung vor Gericht gestellt worden. Seinen Anwälten hatte er berichtet, er sei während der Haft misshandelt worden. Das Urteil erging bereits am Dienstag.
Qi hatte einen Artikel über einen Behördenmitarbeiter in Tengzhou in der Provinz Shandong veröffentlicht, der eine Frau geschlagen haben soll, weil sie zu spät zur Arbeit kam. Außerdem veröffentlichte er mehrere Fotos auf einer staatlichen Anti-Korruptions-Website, wie das in New York ansässige Komitee zum Schutz von Journalisten (CPJ) mitteilte. Ein freier Journalist, der mit Qi bei dessen Artikeln zusammenarbeitete, wurde nach Angaben von Anwalt Li Chunfu zu zwei Jahren Haft verurteilt. (AP)
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