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Chemnitz – Christoph Hein erhält den Internationalen Stefan-Heym-Preis 2013 der Stadt Chemnitz. Mit Hein wird ein kritischer Geist und herausragender deutscher Schriftsteller geehrt, wie Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig (SPD) am Dienstag in Chemnitz sagte. Sein literarisches Werk sei geprägt von kluger Beobachtung und gesellschaftlichem Engagement.
Ludwig sagte, seine Haltung stehe im besten Sinne für die Werte des Internationalen Stefan-Heym-Preises. Der bereits vielfach geehrte Hein habe sich über die Nachricht von der Auszeichnung "sehr, sehr gefreut".
Die Verleihung ist am 10. April 2013 geplant. Anlass ist der 100. Geburtstag des Schriftstellers Stefan Heym, der aus Chemnitz stammt. Die Stadt Chemnitz begeht den 100. Geburtstag ihres Ehrenbürgers Stefan Heym im April 2013 mit einer Festwoche. Ein Höhepunkt wird die Preisverleihung sein.
Der mit 40.000 Euro dotierte Preis wird seit 2008 an zeitkritische und couragierte Persönlichkeiten vergeben, die wie sein Namensgeber als Schriftsteller oder Publizisten durch herausragende Leistungen aufgefallen sind. Anlässlich des Jubiläums weicht die Stadt einmalig vom Drei-Jahres-Rhythmus der Verleihung ab. Bisherige Preisträger sind der israelische Dichter Amos Oz (2008) und der serbisch-kroatische Schriftsteller Bora Cosic (2011).
In der Festwoche plant die Internationale Stefan-Heym-Gesellschaft gemeinsam mit der Technischen Universität ihre zweite internationale Konferenz in Chemnitz unter dem Motto "Der Jahrhundertzeuge - Geschichtsschreibung und Geschichtsentwürfe". Wie die Vorsitzende der Gesellschaft, Ulrike Uhlig, sagte, haben sich zu der Veranstaltung am 11. und 12. April 2013 bereits Teilnehmer aus Österreich, Großbritannien und den USA angesagt. Darüber hinaus werde ein vielseitiges Programm mit Lesungen, Filmaufführungen, Stadtrundgängen und einem Literaturwettbewerb für Gymnasiasten vorbereitet.
Die Stadt plant im kommenden Jahr außerdem die Benennung des Platzes vor dem künftigen Landesarchäologiemuseum nach Stefan Heym. Der Museumsbau im ehemaligen Kaufhaus Schocken verkörpert wie der Schriftsteller ein Stück jüdische Geschichte von Chemnitz.
dapd
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